Keller-Trockenlegung

Keller-Trockenlegung – aus feuchten Räumen entsteht neue Wohn- und Nutzfläche

Kellerräume bieten Ihnen viele Chancen zur Nutzung: als Waschküche, Vorratskammer, Hobbyraum und vieles mehr. Voraussetzung ist jedoch, dass Ihr Keller trocken ist. Mit der Hilfe Ihres Experten wird aus feuchten Kellern neue, trockene Nutzfläche.

Kompass, Struktur, Gliederung, Wegweiser, Navigation, richtungsweisend, Norden, Kompassnadel, Gradmesser, Himmelsrichtungen, Pfeil, Orientierung

1. Mauer-Trockenlegung – die Basis zur Keller-Trockenlegung

Mauer, Fliesen, Schimmel, Schaden

Warum sollten Sie eine Mauer-Trockenlegung durchführen?

Feuchtigkeit im Keller führt schnell zu Schimmel. Dieser kann sich an Ihren Kellerwänden unter Umständen ausbreiten, ohne dass Sie es bemerken. Ergebnis: schlechtes Luftklima im Keller und beschädigte Wände. Denn auch die Bausubstanz leidet unter der Feuchtigkeit. Langfristig kann dies die Mauer porös und instabil machen.

Mit einer Mauer-Trockenlegung schaffen Sie also die Grundlage zur Nutzung der Kellerräume und sichern Ihrem Fundament ein langes Leben.

Feuchter Keller trockenlegen – keine leichte Aufgabe

Die nachträgliche Trockenlegung und Abdichtung von Kellerwänden ist selbst für Profis eine Herausforderung. Denn die Wände sind meist nur von der Innenseite gut erreichbar. Im schlimmsten Fall muss das Erdreich rund ums Haus abgetragen werden, um die Kellerwände von außen nachträglich abzudichten.

Wer als Laie in Eigenregie den Keller trockenlegen will, läuft Gefahr, Schwachstellen der Abdichtung und Feuchtigkeits-Ursachen zu übersehen. Solche Aktionen können dann den Schaden noch weiter vergrößern. Vertrauen Sie deshalb besser gleich auf das Können und Fachwissen von Experten – so sparen Sie im Endeffekt Zeit, Geld und Nerven.

2. Ursachen für Feuchtigkeit und Maßnahmen zur Keller-Trockenlegung

Schimmel, Keller, Beschädigung, Feuchtigkeit

Fundament und Mauerwerk sind das Grundgerüst eines Hauses. Hier kommt es auf Stabilität und den guten Zustand der Bausubstanz an. Wenn Feuchtigkeit in die Wände dringt, schadet dies langfristig dem Gemäuer. Ein Problem, das gerade bei Altbauten häufig auftritt, wo die gealterte Bausubstanz zunehmend anfälliger wird. Doch mit professioneller Mauer-Trockenlegung stellen Sie Ihr Fundament schnell wieder auf trockene Füße.


Die Ursachen für feuchte Keller

Feuchtigkeit kann dabei sowohl von innen, als auch von außen auf die Wände einwirken. In vielen Fällen sind defekte Wasserleitungen die Ursache: Kaputte Rohre und Regenrinnen, aber auch undichte Dächer leiten Wasser an die Wände heran.

Eine weitere Gefahr ist zu hohe Bodenfeuchtigkeit. Dadurch steht das Fundament regelrecht im Wasser. Im schlimmsten Fall steigt diese Feuchtigkeit im Mauerwerk hoch und schadet so auch den höher liegenden Mauer-Abschnitten. Hierbei spricht man von der so genannten Kapillarfeuchtigkeit. Auch Kondensation (Wasserdampf, der sich an kühlen Wänden als Feuchtigkeit niederschlägt) trägt zu feuchten Wänden bei.

Salz verschärft die Situation

Ein weiteres Problem der Kapillarfeuchtigkeit: Mit ihr gelangen aus dem Erdreich Salze ins Mauerwerk. Da diese Feuchtigkeit binden, verschärft sich so die Situation weiter. Denn selbst wenn die Wand trocknet, bleiben die Salze in der Bausubstanz zurück. Wird die Mauer dann wieder feucht, nimmt sie wegen der wasser-speichernden Mineralien noch mehr Feuchtigkeit als zuvor auf.

3. Keller trockenlegen – verschiedene Maßnahmen

Feuchtigkeit, Keller, Messgerät, Schaden

Vorsorge – Damit Ihr Keller trocken bleibt

In Sachen Mauertrockenlegung spielen zwei Arten der Feuchtigkeits-Sperren eine große Rolle: Vertikal- und Horizontalsperren. Wie der Name schon vermuten lässt, handelt es sich dabei um senkrechte bzw. waagerechte, wasserdichte Sperren.

Sie lassen sich mit diversen Techniken anbringen und schützen auf unterschiedliche Art vor Feuchtigkeit. Horizontalsperren sind besonders nützlich gegen aufsteigendes Grundwasser und Kapillarfeuchte, die das Mauerwerk „hochwandern“. Im Gegensatz dazu schützen Vertikalsperren vor allem gegen Feuchtigkeit, die seitlich auf das Mauerwerk trifft.

Es gibt verschiedene Methoden zur Kellertrockenlegung. Die eine perfekte Lösung existiert nicht – jeder Fall ist anders. Dabei hängt das passende Gegenrezept vor allem von der Ursache der feuchten Wände ab. Hier erfahren Sie mehr über die einzelnen Injektions-Verfahren und Methoden und in welchem Fall sie zum Einsatz kommen.

Mauerwerksinjektion – die Impfung für feuchte Mauern

Mit diesem Verfahren verpassen Sie der beschädigten Bausubstanz sozusagen eine heilende Spritze. Hierzu werden in regelmäßigen Abständen Löcher ins Mauerwerk gebohrt. In diese werden anschließend mit hohem Druck besondere Injektionsmittel (z. B. Kunstharz-Kautschuk) gepumpt. Das Mittel durchdringt die Bausubstanz und reagiert mit der Feuchtigkeit in der Mauer. Die Folge: Die Mauer trocknet aus und das Kunstharz bildet eine neue Feuchtigkeitssperre. Danach kann die Wand mit Sanierputz neu verputzt werden.

Schleierinjektion – Gummistiefel für Ihr Haus

Diese Methode ähnelt der Mauerwerksinjektion. Der Unterschied: Die Schleierinjektion ist vor allem für Fundamente, Kellermauern und Bodenplatten gedacht. Auch hier wird zunächst die entsprechende Fläche mehrmals durchbohrt.

Durch diese Kanäle wird dann ein spezielles Gel (z.B. Acrylat-Gel) zwischen Haus und Bodenfeuchtigkeit gepumpt. Nach dem Aushärten bildet dieses Gel eine elastische, wasserdichte Schicht – so werden Risse im Fundament abgedichtet und der Bereich vor Bodenwasser geschützt.

Keller trockenlegen von außen

Gelangt Feuchtigkeit von der Seite in das Mauerwerk, muss die Vertikalsperre erneuert werden. Normalerweise müssen dafür die Kellerwände aufwendig freigelegt werden, bevor die Außenabdichtung beginnen kann.

Einfacher geht’s mit einer neuen Methode mit der so genannten Druckluftlanze. Diese bläst die Erde mit Hochdruck entlang der Mauern regelrecht weg. In den so entstandenen Spalt am Mauerwerk werden dann Dämmplatten eingelegt. Abschließend wird der Schacht mit einem Abdichtungsstoff ausgefüllt – so wird das gesamte Mauerwerk komplett abgedichtet.

Keller trockenlegen von innen

Wenn es zu aufwendig ist, die Kellerwände für eine Außenabdichtung freizulegen, bietet sich eine Innenabdichtung an. Diese erfordert jedoch auch eine gute Vorbereitung: Risse im Gemäuer müssen sorgfältig verschlossen und nicht tragfähiger Putz muss komplett entfernt werden.

Auch die Bodenplatten sollten in die Abdichtung miteinbezogen werden – Fliesen, Estrich und andere Bodenbeläge müssen deshalb ebenfalls vorher abgetragen werden. Bei der Abdichtung kommen Dichtungsschlämme zum Einsatz. In manchen Fällen macht es Sinn, zusätzlich durch Mauerwerksinjektion eine Horizontalsperre anzubringen.

Mechanisches Verfahren für Ihre Keller-Trockenlegung

Beim mechanischen Verfahren werden die Grundmauern stellenweise aufgesägt und fest verkeilt. In den so entstandenen Spalt wird dann die Abdichtungsfolie gelegt. Anschließend wird der Schlitz wieder mit Mörtel verschlossen und die Keile werden entfernt. So wird die Horizontalsperre erneuert.

Die Nachteile haben es jedoch in sich: Eingriffe dieser Art sind teuer und aufwendig – und sie können Schäden in der Statik verursachen. Bei einem solchen Vorhaben ist also echte Maßarbeit von Profis gefragt.

4. Praktische Tipps gegen feuchte Keller

Stempel, Taste, Artikel, Bewertung

Ist der Keller feucht, wird früher oder später Schimmel entstehen. Ohne professionelle Hilfe lässt sich der Schaden dann meist nicht mehr beheben. Lassen Sie es gar nicht erst so weit kommen. Dabei helfen Ihnen fünf einfache Regeln für einen trockenen Keller.

1. Lüften Sie im Winter!

Lüften Sie Ihren Keller unbedingt im Winter, wenn die Luft draußen kalt und trocken ist. Im Sommer ist die Luft meist feucht-warm. Dann dürfen Sie auf keinen Fall lüften! Die feuchte Luft würde an den kalten Kellerwänden kondensieren und die Wände feucht machen.

2. Sorgen Sie im Waschkeller für Belüftung!

Feuchte Luft ist besonders im Waschkeller ein Problem – selbst wenn Sie einen Wäschetrockner benutzen. Denn dieser bringt neben trockener Wäsche auch noch feucht-warme Abluft. Diese feuchte Luft muss immer sofort ausgelüftet werden. Sonst droht Schimmel

3. Drainagen – eine Investition in die Zukunft

Eine Drain-Anlage leitet Stauwasser im Erdreich und steigendes Grundwasser von Ihren Grundmauern ab. Mit einer Drainage schützen Sie Ihre Kellermauern auf lange Sicht von außen gegen Feuchtigkeit.

4. Kontrolle zahlt sich aus!

Eine weitere mögliche Ursache feuchter Keller sind defekte Fallrohre und Regenrinnen. Durch sie fließt das Regenwasser die Hauswand hinab und staut sich direkt am Fundament. Kontrollieren Sie deshalb regelmäßig die Rohre.

5. Vorsicht bei Umbauten!

Achten Sie bei Renovierung und Kellerumbau genau darauf, dass Sie keine Abdichtungen oder Dampfsperren beschädigen. Denn in Ritzen und Ecken sammeln sich zuallererst Feuchtigkeit und Schimmel an.