Wandheizung

Wandheizung – die elegante und sparsame Alternative zu Heizkörpern

Ein Raum, der ganz ohne sichtbaren Heizkörper erwärmt wird – das ist schon lange kein bloßer Wunsch mehr. Dafür gibt es die Wandheizung: Sie bietet Ihnen wohlige Wärme, ohne dass Ihr Raumbild von einem unschönen Heizkörper gestört wird.

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1. Funktionsweise der Wandheizung

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Der Aufbau
Das Prinzip einer Wandheizung ist so einfach wie effektiv. Hierbei sind in Ihrer Wand Rohre aus Kupfer oder Stahl installiert. Bei der am meisten verbreiteten Technik sind diese Rohre ring- oder schlangenförmig angeordnet.
Ausgangspunkt Ihrer Wandheizung ist immer Ihre zentrale Heizung. Erwärmtes Wasser wird in die Rohre Ihrer Wandheizung transportiert. Die Heizungsrohre geben die Wärme allerdings nicht direkt an den Raum ab, sondern an den Putz oder an eine Wandverkleidung, wodurch der gesamte Raum mit gesunder Strahlungswärme versorgt wird. Herkömmliche Heizkörper übertragen die Wärme durch zirkulierende Luft an den Raum. Sie spüren sogar, wie die warme Luft aus dem Heizkörper heraus geblasen wird. Dadurch werden Mengen von Staub und Milben aufgewirbelt, die sich in jedem noch so sauberen Haushalt befinden.

Wichtige Voraussetzung für eine effiziente Wandheizung ist dabei eine extreme Wärmedämmung. Ansonsten geht sehr viel Wärme durch Ihre Wände nach außen verloren und Ihre Energiekosten sind unnötig hoch. Eine 5–8 cm dicke Dämmung ist in jedem Fall angebracht und reduziert Ihre Heizkosten spürbar.

Für die Anzahl der beheizten Wände gibt es eine Faustregel: Pro Raum sollten in etwa 2 Wände beheizt werden. Diese dürfen allerdings nicht durch große Möbelstücke verbaut oder verstellt werden. Ansonsten kann die Wärme Ihre Wand nicht ungehindert verlassen. In diesem Fall würden Ihre Heizkosten deutlich steigen.

Nicht nur für Ihren Neubau ist eine Wandheizung attraktiv. Auch für Ihre Renovierung ist diese Methode geeignet: Die Installation erfolgt rasch, kostengünstig und problemlos. Die Installation ist von Art zu Art unterschiedlich, jedoch grundsätzlich kein Problem.

2. Die Wandheizung – so profitieren Sie davon

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Unsichtbar, energiesparend, gesund und Heizung und Kühlung in einem: Das alles vereint nur die Wandheizung in sich. Im Vergleich zu herkömmlichen Heizkörpern bietet sie unzählige Vorteile, die auch Sie überzeugen.

Im Überblick: Ihre Wandheizung ist unsichtbar, platzsparend, energiesparend, wartungsfrei, gut für Ihre Gesundheit, multifunktional und gibt angenehme Wärme ab.

Rein optisch gesehen bietet Ihnen die Wandheizung nur Vorteile. Sie ist in der Wand versteckt und aus diesem Grund überhaupt nicht sichtbar . Das ist nicht nur schön, sondern dadurch sparen Sie natürlich auch jede Menge Platz , den Sie jetzt besser nutzen können.

Im Vergleich zu herkömmlichen Heizkörpern erscheinen die Kosten für Anschaffung und Installation zunächst hoch. Doch dies ist nur auf den ersten Blick so.
Denn mit Hilfe einer Wandheizung können auch Sie bares Geld sparen. Wandheizungen arbeiten mit einer geringeren Vorlauftemperatur als normale Heizkörper. Aus diesem Grund sind Ihre Energiekosten deutlich niedriger . Dank der indirekten Strahlung empfindet der Körper bereits 17–20°C als angenehm. Dies reduziert Ihre Heizkosten erneut. Außerdem nutzen Wandheizungen die Wandspeicherfähigkeit. Der Putz nimmt die Wärme auf, speichert sie und gibt sie nach und nach ab. Das ist sehr energiesparend .

Dank der niedrigen Vorlauftemperaturen eignet sich für Wandheizungen Sonnenenergie sehr gut. Nutzen Sie diese zusätzlich, dann sinken Ihre Energiekosten erneut. Bereits ein einziger Sonnenkollektor auf Ihrem Dach hilft, Ihren Geldbeutel zu entlasten.

Außerdem sind Wandheizungen wartungsfrei: Auf diesem Gebiet sparen Sie ebenfalls.
Die Rohre der Wandheizung bestehen aus sauerstofffreiem Material. Somit werden Schäden am Heizungssystem auf Dauer verhindert. Aus finanzieller Sicht sprechen dem zu Folge viele Gründe für eine Wandheizung.

Auch der Gesundheit zuliebe kommt für Sie eine Wandheizung in Frage. Normale Heizkörper blasen trockene Heizungsluft in den Raum, die Ihre Atemwege austrocknet und somit einen idealen Nährboden für Bakterien und Viren bietet – eine Erkältung ist vorprogrammiert. Die indirekte Wärmestrahlung der Wandheizung ist dagegen ideal geeignet für Sie und ist so angenehm wie im Schatten eines Baumes.

Wandheizungen sind keine Staubfänger. Das ist hygienischer und besonders für Allergiker extrem wichtig. Wo keine Heizkörper stehen, kann sich kein Staub ablagern. Das ist logisch. Herkömmliche Heizkörper wirbeln diesen Staub auf und verteilen ihn und die darin enthaltenen Staubmilben im ganzen Raum. Wandheizungen nicht: Dieser Vorteil kommt Ihnen zugute.

Wandheizungen sind sehr wirkungsvoll im Kampf gegen Schimmel und Feuchtigkeit im Mauerwerk. Wie wir wissen, führt Schimmel in Wänden zu Asthma, chronischem Schnupfen etc. Nicht bei der Wandheizung: Hier sind sämtliche Wandbeläge einsetzbar, ohne dass es zu Schimmelbildung im Putz oder der Tapete kommt.

Eine Wandheizung ist praktisch und angenehm in einem. Sie ist beliebig kombinierbar mit Fußbodenheizungen, Deckenheizung und anderen Heizkörpern. Außerdem lassen sich die Temperaturen von Wandheizungen schnell und einfach regeln .

Mit der Wandheizung schlagen Sie zwei Fliegen mit einer Klappe. Im Winter dient sie Ihnen wie gewohnt als Heizung. Durch die großflächige und gleichmäßige Wärmeverteilung bis ins kleinste Eck haben Sie eine angenehme Wärme im gesamten Raum.
Im Sommer ersetzt sie Ihnen die Klimaanlage. Statt warmem Wasser fließt dabei kaltes Wasser durch die Rohre und kühlt sie indirekt ab. Jetzt müssen Sie sich nicht mehr mit drückender, schwüler Luft oder ungesunden Ventilatoren herumquälen – auch hier ist die Wandheizung die ideale Lösung.

3. Unterschiedliche Arten von Wandheizungen

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Grundsätzlich unterscheidet der Fachmann drei verschiedene Arten der Wandheizung. Je nach Wohnsituation und sonstigen Voraussetzungen eignet sich jedoch nicht jede Wandheizung gleich gut für Sie und Ihr Bauvorhaben.

Das Unterputzsystem
Unterputzsysteme sind am weitesten verbreitet und ähneln von ihrem Aufbau her stark der Fußbodenheizung . Hier sind Alu- oder Kupferrohre schlangenförmig in der Wand oder einer Dämmung montiert. Diese sind zur Stabilität häufig zusätzlich an Wandgittern oder Trägern befestigt. Die Wand wird anschließend verputzt oder als Trockenbau mit Gipskartonplatten verkleidet.

Sehr praktisch sind die so genannten Fertigbausysteme. Hierbei sind die Heizungsrohre mit der Abdeckung schon vereint und müssen nur noch an der Wand befestigt werden. Das spart nicht nur viel Zeit, sondern auch jede Menge Nerven.

Nicht nur für Neubauer eignet sich das Unterputzsystem ausgezeichnet. Für eine nachträgliche Installation in einer bestehenden Immobilie eignet es sich ebenso gut. Ihr Vorteil: Die Sanierung ist rasch, kostengünstig und problemlos . Sie müssen keinen Putz entfernen oder andere komplizierte Schritte einleiten. Mit der oben erwähnten Fertigbauwand ist das ein Kinderspiel.

Wichtige Voraussetzung für die nachträgliche Installation ist allerdings die richtige Heizungsanlage. Sie muss auf eine niedrige Vorlauftemperatur regelbar sein. Ansonsten muss eine Reglereinheit angebracht werden. Hierbei müssen Sie natürlich die entstehenden Kosten miteinplanen.

Die Sockelleiste
Sie wollen Ihre Wohnung mit einer Wandheizung erwärmen, aber nicht darauf achten müssen, dass diese Wände nicht durch Möbelstücke verstellt sind? Dann eignet sich die Sockelleiste besonders gut für Sie.

Bei diesem System ist das Heizsystem, wie der Name schon verrät, hinter einer Sockelleiste versteckt. Hier werden so genannte Lamellenrohre verlegt, durch die das warme Wasser fließt. Dieses Wasser erwärmt die Luft hinter der Wand, die daraufhin nach oben steigt und die Wand erwärmt. Die beheizte Wand gibt dann die Wärme nach außen ab, egal, ob Möbelstücke davorstehen oder nicht.

Für Neubauer ist der Einbau genauso unkompliziert wie für Renovierer. Bei diesem Prinzip ist eine nachträgliche Installation problemlos möglich, denn die Sockelleiste benötigt keine regelbare Heizungsanlage wie beim Unterputzsystem.

Die Hypokaustheizung
Die Hypokaustheizung verhalf schon den alten Römern zu einem angenehmen Wohlgefühl in ihren Häusern. Und was so lange bestehen bleibt, kann nur gut sein.
Bei der Hypokaustheizung liegt das Heizrohr ebenfalls in der Mauer. Eine Tatsache unterscheidet sie allerdings vom Unterputzsystem und der Sockelleiste: Das Heizungsrohr wird auf Bodenhöhe in der Wand installiert.

Während beim Unterputzsystem die Rohre in der gesamten Wand verteilt sind und bei der Sockelleiste die gesamte Wand über dem Heizrohr hohl ist, gestaltet sich die Hypokaustheizung anders: Hier sind in den Mauerstein vertikale Luftkanäle integriert, in denen die warme Luft gleichmäßig nach oben steigt. So wird die gesamte Mauer einheitlich im Inneren erwärmt und gibt die Energie anschließend in die Räume ab.

Sehr wichtig ist dabei eine überdurchschnittliche Wärmeisolierung der Außenwände. Ansonsten geht bei jedem der kleinen Luftkanäle Energie verloren, was Ihre Heizkosten deutlich ins Negative kehrt.

Leider muss diese Art der Wandheizung bereits beim Neubau miteingeplant werden, denn bei diesem System ist eine nachträgliche Installation nicht möglich. So werden die Heizrohre in den noch feuchten, dünnen Innenputz eingebettet, was nachträglich natürlich unmöglich ist. Besonders wegen der Luftkanäle in der Mauer ist ein Einbau bei der Renovierung ein enormer bautechnischer Aufwand , obwohl bei diesem Prinzip keine regelbare Heizungsanlage nötig ist.