Elektroheizung

Elektroheizung – besonders als Heizungsergänzung attraktiv

Im Jahr 2004 wurde noch jede 25. Wohnung in Deutschland elektrisch beheizt. Das waren insgesamt 1,4 Millionen Haushalte. Mittlerweile jedoch, werden kaum noch Elektroheizungen eingebaut und die Anzahl geht immer weiter zurück. In den 1960-er Jahren galt sie noch als innovativ und effizient, heute ist ihr Ruf eher kritisch. Und doch bietet die Elektroheizung viele Vorteile. Sie erwärmt sich sehr schnell und die Anschaffungskosten sind gering. Gerade zum Beheizen von kleinen Räumen, oder als Heizungsergänzung, ist eine Elektroheizung ideal. Auch in Kombination mit modernen Heizsystemen, kann sich die Elektroheizung sehen lassen.

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1. Funktionsweise einer Elektroheizung

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Grundsätzlich unterscheidet man zwei verschiedene Arten von Elektroheizungen: die Direktheizung und die Speicherheizung. Das Prinzip ist zunächst bei beiden das gleiche. Strom fließt über einen Leiter, der einen großen Widerstand darstellt. Durch diesen Heizwiderstand wird dann Wärme erzeugt.

Bei Direktheizungen wird die Wärme unmittelbar an die kalte Raumluft abgegeben. Zum Beispiel mithilfe eines Ventilators. Speicherheizungen hingegen leiten die Wärme erst an einen Speicher und lagern sie dort ein. Dabei kann es sich zum Beispiel um Naturstein, Keramik, Öl oder Schamottstein handeln. Das Speichern selbst erfolgt üblicherweise nachts. Tagsüber gibt die Heizung die Wärme dann nach und nach ab.

2. Ein Überblick über die verschiedenen Arten von Elektroheizungen

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Es gibt viele verschiedene Arten von Elektroheizungen. Je nach Situation, ist die eine oder andere besser geeignet.


  • Natursteinheizung

    Eine Natursteinheizung ist eine Speicherheizung mit Naturstein als Speicherelement. Dieser nimmt die Wärme auf und gibt sie nach und nach ab. Jedoch ist die Speicherkapazität nicht besonders hoch. Dementsprechend braucht der Stein relativ lange bis er komplett erhitzt ist und Wärme ausströmen kann. Ein Vorteil ist, dass die Konvektionswärme relativ gering ist. Das heißt, dass beim Abgeben der Wärme kein Luftstrom entsteht. Zugluft empfinden nämlich viele Menschen als unangenehm. Kurzum wirkt die Heizung dadurch weniger wie ein Ventilator. Außerdem gibt sie keine störenden Geräusche von sich.

  • Elektrische Fußbodenheizung

    Sie kann entweder als Teilspeicherheizung oder als Direktheizung eingebaut werden. Letzteres ist jedoch wesentlich häufiger. Die Kabel und Matten werden unter dem Fußbodenbelag verlegt. Bei einer Teilspeicherheizung ist der Aufbau jedoch recht hoch, da der Estrich als Wärmespeicher fungiert. Die Wärme, die tagsüber abgegeben wird, nimmt aber nach und nach ab, sodass man tagsüber nachheizen muss. Das kann teuer werden. Der Fußboden muss auch sehr gut nach unten isoliert sein, sodass die Wärme nur nach oben entweichen kann.

  • Nachtspeicherheizung

    Ein Speicher, das kann ein Wasserspeicher oder Feststoffspeicher sein, wird hier über Nacht beheizt. Tagsüber wird die Wärme dann in den Raum abgegeben. Man unterscheidet zentrale Nachtspeicherheizungen und dezentrale Nachtspeicheröfen. Früher war es ein Vorteil, dass die Heizungen oder Öfen den Strom nachts bezogen haben, denn es gab günstigere Tarife. Heutzutage bieten nur noch die wenigsten Nachtstromtarife an, weshalb es sich kaum rentiert die Öfen über Nacht laden zu lassen. Ebenso kann man sie schlecht flexibel einstellen. Es kann sehr teuer sein, an besonders kalten Tagen nachzuheizen.

  • Infrarotheizung

    Bei dieser Heizung wird nicht die Luft erwärmt, wie bei anderen konventionellen Heizmethoden, sondern alle im Raum befindlichen Körper. Also Menschen, Wände und Möbel. Dies wird als direkte Strahlungswärme bezeichnet und ist bis ca. 3-4 m Entfernung von der Infrarotheizung spürbar. Die zweite Wärmeart ist die indirekte Raumwärme, die von Wand und Möbeln wieder zurück in den Raum abgegeben wird.
    Die eingesetzte Stromenergie wird fast zu 100% in Wärme umgesetzt. Infrarot-Strahlung wird als sehr angenehm empfunden.

  • Konvektor

    Elektrische Konvektoren erwärmen sich sofort. Die kalte Luft wird an den Heizdrähten entlang geführt und erwärmt. Anschließend wird die erwärmte Luft in den Raum gegeben. Zur besseren Verteilung der Luft wird manchmal ein Ventilator hinzugezogen. Oftmals wird die Heizung vor Fenstern verwendet um kalten Luftströmen entgegenzuwirken. Auch in öffentlichen Geschäften wird vor der Tür oft diese Heizung verwendet.

  • Heizlüfter

    Ein Heizlüfter ist ein elektrischer Direktheizer, der sofort Wärme produziert, wenn er eingeschaltet wird. Ein Ventilator bläst warme Luft in den Raum. Er ist sehr flexibel und meistens auch klein, sodass er überall aufgestellt werden kann. Er ist also eine mobile Elektroheizung. Empfohlen wird er jedoch nur zur Heizunterstützung, da die Wärme nicht sehr lang anhaltend ist.

3. Kombination der Elektroheizung mit anderen Systemen

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Elektroheizungen lassen sich heutzutage gut mit anderen Heizsystemen kombinieren. Sehr empfehlenswert ist die Heizung in Kombination mit einer Photovoltaikanlage. Der Strom, der für die Elektroheizung benötigt wird, wird von der Photovoltaikanlage produziert. Dadurch sinken die Betriebskosten der Elektroheizung und die Ökobilanz fällt auch wesentlich positiver aus.


4. Umweltbilanz – eine Kurzanalyse

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Die Elektroheizung hat heute einen eher umstrittenen Ruf. Die Betriebskosten sind sehr hoch, da die Heizung lediglich mit Strom betrieben wird. Der Verbrauch steigt rapide an. Hinzu kommt, dass die Produktion von Strom durch Verbrennung von fossilen Rohstoffen nicht sehr umweltfreundlich ist. Eine große Menge an Kohlendioxid wird dabei ausgestoßen. Verwendet man jedoch 100% Ökostrom, wirkt man diesem entgegen. Konventionelle Elektroheizungen haben auch einen sehr geringen Wirkungsgrad, im besten Fall von 50%. Das heißt, es muss mehr Energie investiert werden als bei anderen Heizsystemen.


5. Die Kosten einer Elektroheizung

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Der wohl größte Vorteil der Elektroheizung ist, dass sie billig zu kaufen ist. Die Kosten sind sehr gering. Im Vergleich zu anderen Heizsystemen ist die elektrische Heizung also eine preisgünstige Alternative.

Um die Heizung zu installieren gibt es keinerlei Voraussetzungen. Rohre müssen nicht vorhanden sein und ein Kamin wird auch nicht benötigt. Der Heizkörper kann mobil und flexibel je nach Belieben überall aufgestellt werden. Lediglich ein Stromanschluss muss in der Nähe sein. Eine Elektroheizung eignet sich daher sehr gut als zusätzliche Heizquelle. Vor allem im Bad ist es angenehm, wenn man eine Zusatzheizung hat, die sofort warm wird. Hier ist die Wandmontage sehr beliebt.

Der Betrieb ist dagegen relativ teuer, da die Heizung mit Strom betrieben wird. Der Stromverbrauch bei der Elektroheizung ist enorm hoch. Lohnen wird sich eine Anschaffung also nur, wenn keine andere Heizmöglichkeit besteht. Jedoch sind die meisten Heizmöglichkeiten günstiger und rentabler.

6. Vorteile/Nachteile der Elektroheizung

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Zusammenfassend lassen sich viele Vorteile, aber auch viele Nachteile auflisten. Nach gründlicher Abwägung aller Fakten eignen sich Elektroheizungen perfekt als Heizungsergänzung an kalten Tagen oder zum Beheizen von kleinen Räumen, die nicht oft genutzt werden.

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