Fliesen

Fliesen – Badfliesen professionell verlegt durch Ihren Fliesenleger

Angefangen bei der Kachelwand bis hin zu verzierenden Mosaiken – die Auswahl an Materialien und Verlege-Methoden kennt keine Grenzen. Ob Badezimmer, Küche oder Terrasse, hier erfahren Sie wie Sie Ihre Fliesen so verlegen, dass Sie auch noch Jahre später Freude daran haben.

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1. Werkzeuge des Fliesenlegers

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Zum Fliesenlegen braucht es mehr als nur Fliesen und Fliesenkleber. Neben traditionellen Werkzeugen greift Ihr Fliesenleger zunehmend auch auf High-Tech-Geräte zurück:

Die Grundausstattung: Zu den typischen Hilfsmitteln des Fliesenlegers gehören Zollstock, Wasserwaage, Stahllineal und Senklot. Mit ihnen kann der Fachmann jeden Raum exakt vermessen und die Fliesen genauestens verlegen.

Laser-Distanzmesser: Die moderne Wasserwaage. Die fortschreitende Technik vereinfacht viele Berufe: Fliesenlegen bildet da keine Ausnahme. Laser-Distanzmesser haben Zollstock und Wasserwaage in vielen Bereichen abgelöst. Der Laser misst exakt jede Entfernung und zeigt an, ob Boden oder Wand „im Lot“ sind. Selbst Bleistift und Zettel werden überflüssig – das Gerät speichert auf Wunsch alle gemessenen Daten. Der Clou dabei: Die Informationen können vom Distanzmesser kabellos auf den Laptop übertragen werden.

Psychrometer: das Multitalent-Messgerät. Mit einem so genannten Psychrometer lässt sich das gesamte Raumklima erfassen: Raum-Temperatur und -Feuchtigkeit werden genauestens gemessen – die Werte erscheinen auf einem Display. Mit externen Sensoren lässt sich sogar die Oberflächen-Temperatur von Wänden und Böden messen. Anhand der Messwerte erkennt Ihr Fliesenleger, wie groß die Schimmelgefahr im Raum ist – so kann er reagieren und rechtzeitig einer Schimmelbildung vorbeugen.

Papageienschnabel. Hinter diesem exotischen Namen verbirgt sich die so genannte Fliesenlochzange. Den Namen verdankt das Werkzeug der Form der Zangenspitze. Diese erinnert durch ihre Wölbung entfernt an einen Papageienschnabel. Mit der Zange lassen sich Fliesen auf den Millimeter genau zurecht brechen. Das macht die Fliesenlochzange zu einem unersetzlichen Hilfsmittel, wenn es um echte Maßarbeit geht.

Fliesen-Schneidemaschinen. Größere Fliesen werden in der Regel passend zurecht geschnitten. Insbesondere dann, wenn es darum geht sehr exakte Winkel zu schneiden, führt kein Weg an einer Schneidemaschine vorbei. Beim Zuschneiden wird die Fliese an einen rechteckigen Winkel an der Maschine angelegt. Mit einem Schneidrad wird die Fliese dann entlang der gewünschten Linie an der Oberfläche eingeritzt. An dieser Kerbe lassen sich die Fliesen anschließend mit etwas Druck durchbrechen. Zurück bleiben ein Reststück und die passend geschnittene Fliese. Hochwertige Fliesen-Schneidemaschinen haben einen schwenkbaren Schneidearm: Bei diesem kann die gewünschte Gradzahl für den Winkel eingegeben werden, mit dem die Fliese geschnitten werden soll.

Zahnspachtel. Mit dem Zahnspachtel verteilt der Fliesenleger den Fliesenkleber auf dem Untergrund. Seinen Namen hat das Werkzeug von seiner verzahnten Unterseite. Diese hinterlässt Rillen im Fliesenkleber, wenn dieser mit dem Spachtel verteilt wird. Durch dieses „Profil“ haben die darauf geklebten Fliesen besseren Halt. Bei größeren Flächen kommt die große Version des Zahnspachtels, die Zahnkelle zum Einsatz.

Fliesenkleber. Hierbei handelt es sich um spezielle Klebemischungen, die sich für die unterschiedlichsten Untergründe eignen. So haben Ihre Fliesen immer sicheren Halt – egal ob an Wand oder Boden. Erfahren Sie mehr dazu später.

Schwammbrett. Mit dem Schwammbrett zieht der Fliesenleger beim Verfugen die überschüssige Fugenmasse ab. Das Schwammbrett besteht aus einem Griff-Aufsatz, an dessen Unterseite ein Schwamm befestigt ist. Für Heimwerker-Arbeiten aller Art sind Schwämme mit mittelgroßen Poren gut geeignet.
Wichtig: Nach der Arbeit muss das Schwammbrett gut gereinigt werden – ansonsten verkleben Schmutzteile mit dem Schwamm.

2. Tipps: Verlegen Ihrer Fliesen leichtgemacht

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Wer ohne jede Erfahrung Fliesen legt, begeht schnell unnötige Fehler – gerade bei großen Flächen. Doch bei Handwerksarbeiten im Eigenheim selbst Hand anzulegen, spart bares Geld. Damit Sie als Heimwerker erfolgreich sind, gibt es an dieser Stelle ein paar nützliche Tipps und Tricks zum Verlegen Ihrer Fliesen:

Immer schön sauber bleiben. Beim Anmischen und Verarbeiten des Fliesenklebers kommen zwangsläufig Werkzeuge in Kontakt mit dem Kleber. Reinigen Sie die Geräte rechtzeitig, bevor der Kleber austrocknet.

Klasse statt Masse. Fliesenkleber ist nicht gleich Fliesenkleber. Setzen Sie bei der Auswahl des Klebers unbedingt auf Qualität statt auf billige Produkte. Entscheidend ist die Ergiebigkeit des Klebers für Ihre Fliesen. Mit einem hochwertigen Kleber können Sie eine weitaus größere Fläche fliesen.

Der Sonderfall: Fliesen aus Naturstein. Verwenden Sie besser einen speziellen Naturstein-Kleber. Der Grund: Herkömmliche Fliesenkleber können bei Naturstein zu Verfärbungen führen.

Vorbereiten des Untergrunds. Egal ob, Estrich, Holzdiele, Beton oder Naturstein: Ihre Fliesen lassen sich nahezu auf jedem Untergrund verlegen. Voraussetzung ist jedoch, dass der Grund tragfähig ist und keine Risse aufweist. Außerdem sollte er möglichst glatt und frei von Fett, Staub oder anderen Beschichtungen sein, die die Haftung des Fliesenklebers mindern. Bevor Sie fortfahren sollten Sie Ihren Untergrund zum Schutz vor Feuchtigkeit unbedingt abdichten.

Vom Musterbeispiel zum gefliesten Traum. Nun geht es ans Verlegen. Damit die Fliesenreihen am Ende gerade liegen, wird vorher eine Richtschnur gespannt. In rechtwinkligen Räumen beginnen Sie mit dem Verlegen am besten in der Mitte des Raumes – die Richtschnur muss dabei parallel zu den Wänden gespannt sein. Etwas komplizierter wird es, wenn die Wände nicht rechtwinklig zueinander stehen. Verbinden die Mittelpunkte der zwei Hauptwände mit einer Richtschnur. Beginnen Sie bei einer dieser Wände und verlegen Sie die Fliesen entlang der Richtschnur. Danach arbeiten Sie sich links und rechts parallel zu der ersten Reihe weiter vor.

Das Dickbett-Verfahren. Das so genannte Dickbett-Verfahren ist die Standard-Methode beim Fliesenverlegen. Dabei werden die Fliesen in ein ca. 15 mm dickes Mörtelbett verlegt. Die Dicke der Mörtelschicht hat den Vorteil, dass kleine Unebenheiten des Untergrunds problemlos ausgeglichen werden. Die Fliesen werden erst vorsichtig in den Mörtel gelegt und dann mit vorsichtigen Schlägen planeben festgeklopft. Der Nachteil des Verfahrens ist jedoch, dass es relativ viel handwerkliches Geschick und Know-how erfordert.

Das Dünnbett-Verfahren. Diese Methode ist handwerklich einfacher als das Dickbett-Verfahren. Hierbei ersetzen in der Regel Fliesenkleber das Mörtelbett. Je nach Untergrund und Anwendungs-Gebiet muss hier nur der passende Kleber gewählt werden.

Drei verschiedene Klebe-Verfahren:
Beim Floating-Verfahren wird der Fliesenkleber auf dem Untergrund verteilt und dann die Fliese fest angedrückt. So werden vor allem Fliesen im Innenraum verlegt. Tragen Sie eine dünne Kleberschicht auf den Untergrund auf und „kämmen“ Sie diese gleichmäßig mit dem Zahnspachtel durch. Die Fliesen werden dann schräg zu den Kämmlinien verlegt.

Genau anders herum funktioniert die Butterung-Methode. Hier wird die Fliese mit Kleber bestückt und dann verlegt. Diese Technik empfiehlt sich besonders bei Keramikfliesen mit einem starken Profil auf der Rückseite.

Beim Butterung-Floating-Verfahren wird sowohl auf dem Untergrund als auch auf die Fliese Kleber verteilt. Durch das doppelseitige Auftragen des Klebers wird vermieden, dass sich in der Klebschicht Hohlräume bilden, in denen sich Wasser sammeln könnte. Ein Vorteil, der sich besonders in Nass- und Außen-Bereichen auszahlt.

3. Mosaik-, Boden-, oder Badfliesen – der Fliesenkleber hält was er verspricht

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Das Angebot an Fliesenklebern ist enorm: Von Küche und Bad bis hin zu Flur und Außenbereichen – für nahezu jedes Anwendungsgebiet gibt es speziell abgestimmte Kleber für Ihre Fliesen. Achten Sie deshalb beim Kauf genau darauf, für welche Vorhaben sich dieser am besten eignet. Nur mit dem passenden Kleber erzielen Sie am Ende ein optimales Ergebnis.

Neben Schnell-, Dispersionskleber und hydraulisch härtendem Klebemörtel, findet auch der flexible Fliesenkleber in den letzten Jahren im mehr Anklang. Im Folgenden erhalten Sie einen kurzen Überblick der verschiedenen Kleberarten:

Mittels Schnellkleber sind Böden, wie der Name schon verrät, schnell wieder begehbar. Ihre eigens verlegten Fliesen können bereits nach wenigen Stunden wieder betreten werden.

Dispersionskleber bestehen aus einer Mischung von Kunstharzteilchen und Wasser. Die Verarbeitungszeit des Dispersionsklebers hängt davon ab, wie schnell das Wasser verdunstet und dadurch der Kleber (bzw. das Kunstharz) erhärtet. Der Vorteil: Auch 15 Minuten nach dem Verlegen lassen sich Ihre Fliesen noch leicht in ihrer Lage korrigieren. Die lange Trockenzeit dagegen kann sich als Nachteil erweisen.

Hydraulisch härtende Klebemörtel sind Fliesenkleber auf Zementbasis, die nur als Trockenmischung erhältlich sind. Vor dem Verarbeiten müssen Sie mit Wasser angemischt und klumpenfrei verrührt werden. Nach dem Aushärten ist er besonders gegen Nässe, Frost und raue Witterungsverhältnisse extrem beständig. Der perfekte Kleber für Ihre Fliesen im Außenbereich.

Unser Tipp: Mit dem flexiblen Fliesenkleber haften Ihre Fliesen auch auf glatten Untergründen. Ein Vorteil, der Ihnen besonders beim Verlegen von Ihren Wandfliesen zu Nutze kommt. Denn dabei brauchen Ihre Fliesen besonders festen Halt, um dauerhaft fest an der Wand zu sitzen. Selbst auf schon gefliesten Flächen finden die neuen Fliesen perfekten Halt.
Aber Vorsicht: Werfen Sie beim Kleber-Kauf unbedingt einen Blick auf die Produktbeschreibung – nicht alle Hersteller nutzen die Bezeichnung „flexibel“. Achten Sie darauf, dass der Kleber die DIN 12004 (für Mörtel und Klebstoffe für Fliesen und Platten) erfüllt.