SAT-Anlage

SAT-Anlage – Ihr Fenster zur Welt

Der Fernseher ist aus dem Haushalt nicht mehr wegzudenken. Es ist sogar möglich sich Programme aus der ganzen Welt nach Hause zu holen. Bis zu 4000 Programmplätze für Radio und Fernsehen – das Satellitenfernsehen macht’s möglich.

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1. Wie funktioniert Fernsehen mit einer SAT-Anlage?

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Satellitenfernsehen
Der Ausgangspunkt dieses Fernsehens sind Satelliten. Diese befinden sich auf der geostationären Umlaufbahn etwa 36000 km über dem Erdäquator. Dort kreisen heute über 150 Satelliten; darunter ASTRA und EUTELSAT, die das Signal für Deutschland senden. Die Besonderheit der Sphäre: Die hier befindlichen Raumkörper brauchen für eine Umdrehung genauso lange wie die Erde. Dadurch scheint es von der Erde aus betrachtet, als stehen die Satelliten still. Die Bedeutung für das Satellitenfernsehen ist groß, denn man braucht die Empfangsantenne so nur einmal fest auf einen Satelliten ausrichten.

Die Satellitenschüssel
ist auch bekannt als Sat-Spiegel und fängt die Signale der Satelliten auf. Die Schüsselform führt dazu, dass die gesamte Strahlung im Mittelpunkt der Antenne zusammenfließt. Dort wird sie am Empfangskopf, dem so genannten Low Noise Block Converter oder kurz LNB, gebündelt. Er ist das eigentliche Empfangselement. Seine Aufgabe: Er filtert die richtigen Satelliten-Signale heraus und verstärkt sie. So überträgt der LNB die empfangenen Signale über ein Koaxialkabel an den …

… Digital-Receiver
In diesem kleinen Gerät steckt mehr drin, als die Größe vermuten lässt. Denn der Receiver bietet eine nie zuvor da gewesene Programmvielfalt.
So kann dieses Modell bis zu 3000 Fernseh-Programme speichern. Und das ist noch nicht alles: 1000 Radio-Stationen kommen gleich noch mit dazu!
Ihr Vorteil: Direkte Übertragung ohne Umwege über Kabelnetze oder Antennen, keine Grundgebühren, riesige Programmauswahl.

2. Vorteile von Satellitenanlagen

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Mit Satellitenanlagen genießen Sie Fernsehen in ganz neuer Qualität. Mehr Kanäle, mehr Komfort, mehr Service – der kleine Receiver macht es möglich. Welche Rolle dabei die Satellitenschüssel spielt und welche Vorteile sie gegenüber dem Kabelanschluss hat, erfahren Sie hier …

Gemeinsamkeiten von Kabel- und Satellitenfernsehen
Eines ist bei Fernsehen über Receiver oder Kabel gleich: Immer kommt das Signal von Satelliten. In Deutschland senden zwei Satelliten die Signale: ASTRA und EUTELSAT. Sie liefern eine Empfangsbreite von jeweils 8.000 MHz. Die spannende Frage: Wie können Sie diese Breite nutzen?
Das übliche Kabel hat eine Breite von 600MHz bis 800MHz – weniger als ein Zehntel des Satelliten-Volumens. Das heißt: Ihr Kabel kann nur einen geringen Teil der möglichen Programme nutzen. Anders die Satellitenschüssel, hier empfangen Sie in Kombination mit einem guten Receiver bis zu 3000 Sender. Der eindeutige Sieger: Die Satellitenschüssel.

Spaß für die ganze Familie und Sicherheit zugleich
Diese Vielzahl an Programmen ist für jeden Fernsehgucker und Zapper die reinste Freude. Natürlich ist nicht alles, was im Fernsehen übertragen ist, kinder- und jugendfrei. Deshalb können Sie mit einem Satelliten-Decoder einzelne Kanäle jederzeit sperren: zum Schutz für Ihre Kinder.

Komfort für Sie: Automatische Speicherung der Sender
Eine SAT-Anlage sucht automatisch alle Sender. Aber auch neue Sender werden regelmäßig ergänzt und automatisch gespeichert. Dabei bleibt Ihre gewohnte Reihenfolge der Programme erhalten. Die „Neuen“ stellen sich ganz brav hinten an – auf den hintersten Plätzen Ihrer Programmfolge. Hier gilt: Moderne Technik erleichtert Ihnen das Leben!

Und Ihr Fernseher wird zum Sprachlehrer …
Fremdsprachen sind wichtiger und fester Bestandteil des Alltags geworden. Englisch zählt zu den Sprachen, die uns Deutschen relativ geläufig ist und leicht fällt. Der Grund: Englisch umgibt uns nahezu jeden Tag, beispielsweise in der Musik. Mit fremdsprachigem Fernsehprogrammen – wie über den Satelliten möglich – wird Ihr Fernseher zum Sprachlehrer.

3. Satellitenschüsseln – die Antennen der SAT-Anlage

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Wenn es um die Anzahl der Programme geht ist die Satellitenschüssel der Sieger, das steht fest. Gemeinsam haben alle SAT-Anlagen, dass der Spiegel die Signale reflektiert und diese beim LNB gebündelt werden. Unterschiede gibt es beim Aufbau und Durchmesser der Satellitenschüsseln. Welche das sind und welche Bedeutung es für die Verwendung hat, erfahren Sie hier.


  1. Parabolspiegel
    Diese Spiegel werden auch Prime Focus Antennen (dt. Primärfokusantennen = PFA) genannt. Der Einfallswinkel und Reflektionswinkel sind genau gleich, sodass der Brennpunkt exakt in der Mitte über der Antenne liegt.
    Der Vorteil: Ab einen Durchmesser von 60cm liefert der Parabolspiegel eine gute Empfangsqualität und lässt sich außerdem gut montieren. Deshalb verwenden ihn die meisten Haushalten.
  2. Offsetspiegel
    Die Spiegelfläche des Offsetspiegels ist oval. Deshalb werden die auf die Antenne auftreffenden Strahlen nicht im Mittelpunkt, sondern in einem weiter nach unten versetzten Brennpunkt gebündelt und dort empfangen.
    Aus diesem Grund hat die Antenne eine relativ senkrechte Lage und „schaut“ nicht direkt zum Satelliten.
    Der Vorteil: Durch die Senkrechtstellung der Schüssel ist die Leistung des Offsetspiegels wetterunabhängig. Regen oder Schnee sammeln sich kaum in der Schüssel und dadurch haben Sie immer einen guten Empfang.
  3. Planarantennen
    Diese auch Flachantennen genannten SAT-Spiegel haben ebenfalls einen hohen Neigungswinkel. Auch hier treffen die Satellitensignale senkrecht auf. Das Besondere: Der Spiegel hat eine flache runde oder eckige Form. Auf dieser befindet sich der LNB und ist deshalb sehr unauffällig.
    Vorteil: Durch die kleine Größe und die robuste Form sind sie für den mobilen Einsatz geeignet.

Der Durchmesser von Satellitenschüsseln – Ist größer besser?
Wenn es um Satellitenschüsseln geht, ja. Der Grund: Je größer der Durchmesser der Antenne, desto größer ist auch die Fläche. Und die ist entscheidend für die Empfangsqualität. Das bedeutet, ein größerer Spiegel ist unempfindlicher bei schlechtem Wetter und hat eine bessere Bildqualität als kleinere Antennen.
Deshalb sollte in Deutschland und den Nachbarländern der Durchmesser beispielsweise bei einer Parabol-Antenne mindestens 50 bis 60 cm betragen. Die meisten Antennentypen haben bereits einen Durchmesser von 60 bis 85 cm.
Fazit: Größerer Spiegel heißt besserer Empfang.

4. Tipps zur Montage einer SAT-Anlage

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Wenn Sie sich für eine Satellitenschüssel entscheiden, stellt sich die Frage, wo Sie die Schüssel montieren. Beste Voraussetzungen für den Installationsort bietet beispielsweise eine Dachschräge. Hier sind fünf wichtige Punkte, die Sie beachten sollten …



  1. Eine Satelliten-Anlage muss vom Hausbesitzer genehmigt werden.
  2. Beachten Sie lokale baurechtliche Bestimmungen. So ist beispielsweise das Anbringen des Spiegels am Schornstein untersagt. Ein bereits existierender Antennenmast kann aber benutzt werden.
  3. Für optimalen Empfang sorgt eine freie Sicht der Satellitenschüssel zum Satelliten. Halten Sie einen möglichst großen Abstand zu Freileitungskabeln, denn auch sie können Störquellen sein.
  4. Achten Sie bei der Montage darauf, dass Rohr- und Kabeldurchlasse gegen Feuchtigkeit geschützt sind. Dafür gibt es spezielle Abdeckhauben und Schutzkappen.
  5. Richten Sie die Satellitenschüssel Richtung Süden aus, um das Signal für Deutschland der Satelliten Astra oder Eutelsat, zu empfangen. Diese Satelliten senden mit weiteren Satelliten die meisten TV- und Radioprogramme zur Erde.

Natürlich können Sie auch einen Profi fragen. Besonders wenn die Installation in großer Höhe stattfinden soll, ist es ratsam einen Experten mit spezieller Ausrüstung und Erfahrung zu beauftragen. Außerdem verfügt er über Messgeräte um die Schüssel exakt auszurichten.