Leerrohre

Leerrohre – problemlose Erweiterung Ihrer Elektroinstallation

Ein Leerrohr ist die schützende Hülle Ihrer Kabel und Leitungen. Es schirmt sie gegen Umwelteinflüsse wie Nässe, Temperatureinwirkung und magnetische Strahlung ab. Aber Leerrohre bieten nicht nur Schutz, sondern ermöglichen auch Bauen mit Weitblick. Denn ist ein Leerrohrsystem erst mal verlegt, wachsen Ihre vier Wände mit Ihren Bedürfnissen mit. Egal ob Sie später einen zusätzlichen Anschluss für Ihr Telefon oder eine Netzwerkleitung benötigen. Wie einfach und kostengünstig Sie Ihre Elektro-Installationen mit einem Leerrohrsystem erweitern können, erfahren Sie hier.

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1. Leerrohre – eine Übersicht

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Moderne Installationstechnik – mit Leerrohr
Wer kennt das nicht: Überall im Haus liegen Mehrfachsteckdosen und Kabel offen am Boden herum. Das ist nicht nur ein ästhetisches, sondern auch ein gesundheitliches Problem. Denken Sie nur an die Gefahr des Stolperns. Mit der Installation eines Leerrohrsystems vermeiden Sie dieses Risiko. Das ermöglicht Ihnen auch nach der Bauphase, an jeder beliebigen Stelle eine Steckdose zu ergänzen. So bleiben Sie flexibel.

Ihre Vorteile
Die Entwicklung der Technik ist nicht absehbar. Deshalb sollten Elektro-Installationen jederzeit erweiterungsfähig sein. Wenn Sie schon heute ein großzügiges Leerrohrsystem verlegen, erweitern Sie Ihre Elektroinstallationen später problemlos. Wie viel Zeit, Geld und Aufwand Ihnen das erspart, erfahren Sie hier.

Planen Sie den technischen Fortschritt mit ein
Der technische Fortschritt ist unaufhaltsam. Beinahe täglich kommen sinnvolle Neuerungen auf den Markt. Für die Installationen einer neuen Antennenanlage oder einer Alarmanlage müssten Sie:

ohne Leerrohrsystem

  • die Wand öffnen, bohren und neu tapezieren.
  • das bedeutet Schmutz und hohe Kosten.

Mit Leerrohrsystem

  • einfach Dosen und Schalter öffnen.
  • die Kabel durch das Leerrohr einführen wieder verschließen, fertig

Also denken Sie schon bei Ihrer Planung daran: Leerrohre sind schnell verlegt und der Nutzen für die Zukunft ist unbegrenzt.

Planen Sie mit Weitblick
Ihre vier Wände bleiben meist unverändert, während sich Ausstattungswünsche und Nutzung immer wieder ändern. Je nach Ihren Ansprüchen an Flexibilität, Komfort und Sicherheit Ihres Hauses sollten Sie Ihre persönliche Ausstattung mit Weitblick planen. Wenn Sie Ihre Elektro-Installationen aus Kostengründen erst in der Mindestausstattung ausführen, verlegen Sie Ihre Leitungen in Leerrohren. Oder dimensionieren Sie das Leerrohrsystem gleich so, dass es später ohne Problem erweiterbar ist. Die Anforderungen an ein Leerrohrsystem haben wir für Sie zusammengestellt. Aufgeführt nach den folgenden drei Ausstattungswerten.

Variante 1: Mindestausstattung

  • Leerrohre für Multimedia und Telekommunikation
  • Leerrohre zur Nachrüstung der Stromversorgung und Steuerung von Markisen und Rollläden

Variante 2: Die Standardausstattung
Aufbauend auf die Mindestausstattung sollten:

  • Leerrohre für das Stromnetz in Decken, Wänden und Fußböden verlegt werden, um erweitern oder erneuern zu können.
  • Leerrohre für Haus- und Gebäudesystemtechnik zum Nachrüsten von Komfort-, Sicherheits- und Energiesparfunktionen verlegt werden.

Variante 3: Komfortausstattung

  • Für jeden Raum ist ein Leerrohr- Ring vorgesehen, mit verdeckten Anschlusspunkten. Diese können jederzeit aktiviert werden.
  • Ein Antennenanschluss kann so innerhalb eines Raumes jederzeit verlegt werden.

Für die Zukunft planen, bares Geld sparen
Die Elektro-Installationen sind ein Bauabschnitt, der für die gesamte Lebensdauer des Gebäudes ohne große Veränderungen bestehen bleibt. Deshalb ist eine zukunftsorientierte Planung notwendig. Dabei entstehen zwar erst einmal höhere Kosten, aber nach Fertigstellung des Gebäudes ist der finanzielle Aufwand für Erhalt und Erweiterung minimal.

Vergleichen Sie selbst: Der Kostenanteil der Elektro-Installationen an der Baugesamtsumme ist erstaunlich gering. Bei der oben erwähnten Mindestausstattung in Form einer Leerrohrverlegung betragen die Kosten an der Bausumme nur ca. 2 %. Wenn Sie genügend Leerrohre zur Erweiterung für eine Komfortausstattung verlegen, kostet das nur 0,5% der Bausumme mehr.

2. Leerrohre verlegen – nur durch den Elektroinstallateur

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Bei der Planung und Ausführung Ihrer Elektro-Installationen müssen Sie Entscheidungen treffen, die für eine lange Zeit verbindlich sind. Da sollte das verwendete Material passend und die Installation fachgerecht sein. Was es bei der Auswahl von Leerrohren zu beachten gibt, erfahren Sie hier.

Die Realisierung eines Leerrohrsystems
Die Führung der Leerrohre erfolgt vom zentralen Stromverteiler im Keller über einen Versorgungsschacht zu den Etagenverteiler. Von dort werden die Leerrohre sternförmig bis zur ersten Dose in jeden Raum verlegt. Wenn Sie sich für eine Komfortausstattung entschieden haben, wird in jedem Raum ein Leerrohr-Ring installiert. So können Sie jederzeit eine neue Steckdose an der gewünschten Stelle in der Ringleitung ergänzen.

Installationsformen
Die Anwendungsbereiche von Elektroinstallationsrohre sind in verschiedenen Bestimmungen, DIN-Normen und Richtlinien festgelegt. Die Ausführung des notwendigen Leerrohres richtet sich nach dem Installationsort und -art. Je nachdem, ob Sie die Leerrohre als Auf- oder Unterputzversion, in Beton oder hinter einer Hohlwand installieren; die Leerrohre müssen verschiedene Kriterien erfüllen.

Material
Die meisten Installationsrohre bestehen aus PVC. Besonderes Merkmal dieses Werkstoffes: Er ist schwer entflammbar. Bei sehr hohen Temperaturanforderungen kommen jedoch Rohre aus Metall zum Einsatz. Je nachdem, welcher mechanischen Beanspruchung die Leerrohre ausgesetzt sind, müssen sie auch eine bestimmte Druck- und Schlagfestigkeit aufweisen.

Die Verlegung
Eigenleistungen, die bei den Elektroinstallationen durch den Bauherrn erbracht werden dürfen, sind aus Sicherheitsgründen eingeschränkt. Die normgerechte Verlegung Ihrer Leerrohre sollte deshalb ein Fachbetrieb für Elektro-Installationen übernehmen. Er kennt sich mit allen Bestimmungen, Richtlinien und vorgeschriebenen Installationszonen aus.

3. Praktische Details zum Thema Leerrohre

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Elektro-Installationszonen in Wohnräumen, Küche und Bad
Für die fachgerechte Elektroinstallation gelten wichtige Vorschriften. Um zum Beispiel die Gefahr der Beschädigung von elektrischen Leitungen zu mindern, wurden Installations-Zonen festgelegt. Die wichtigsten Regeln haben wir für Sie zusammengefasst.

Wohnräume
Kabel oder Leitungen sollten senkrecht und waagerecht in den festgelegten Installationszonen verlegt werden. Bei senkrechten Wandleitungen ist die Zone 20 cm breit und beginnt in einem Abstand von 10 cm von Fenster- bzw. Türöffnungen oder Ecken. Waagerechte Wandleitungen liegen in einer Zone von 30 cm Breite. Diese Zone beginnt jeweils in 15 cm Abstand vom fertigen Fußboden und der Decke.
Für Fußboden und Decke sind keine Installationszonen vorgesehen. Sie können aber davon ausgehen, dass die Kabel oder Leitungen auf dem kürzesten Weg verlegt werden. Auch in Keller- und Abstellräumen darf von den Installationszonen abgewichen werden. Die Installationszonen beziehen sich immer auf unsichtbar unter Putz verlegte Kabel oder Leitungen.

Küche und Arbeitsräume
In der Küche und in Arbeitsräumen werden folgende Installationszonen vorgeschlagen: Die Steckdosen liegen oberhalb der Arbeitsflächen. Außerdem ist zu beachten, dass elektrische Geräte mit einem Anschlusswert von 2 kW einen eigenen Stromkreis benötigen.

Nassräume
In Bädern müssen Sie die gelb eingezeichneten Schutzbereiche berücksichtigen. Es handelt sich um mit Spritzwasser belastete Zonen. Hier dürfen Sie keine Leitungen in oder unter Putz verlegen. Ausnahme: Leitungen, die zu fest an den Wänden installierten Geräten führen, z. B. zu einem Durchlauferhitzer. Dann müssen die Leitungen jedoch senkrecht hinter dem Verbraucher nach oben laufen und mindestens 6 cm tief liegen.