Elektroinstallateur

Der Elektroinstallateur – Ihr Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik

Von Smart Home-Systemen über moderne Gegensprechanlagen bis hin zu zentralen Staubsaugeranlagen in Ihrem Alt- oder Neubau. Das Aufgabengebiet Ihres Elektroinstallateurs ist mittlerweile sehr viel umfangreicher als es früher einmal war. Durch ständig aufkommende Innovationen ist es für Ihn extrem wichtig, immer auf dem neusten Stand der Energie- und Gebäudetechnik zu sein. Trotzdem ist er auch Ihr Experte, wenn es um vergleichsweise simple Dinge, wie die Installation Ihrer Steckdosen und Beleuchtungsanlagen, geht.

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1. Elektriker, Elektroniker, Elektroinstallateur: Ausbildung und Rechtliches

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Viele Begriffe, doch was steckt wirklich dahinter? Durch ständig neue Möglichkeiten ist die Anzahl der Aufgaben im Bereich Elektro in den letzten Jahren extrem gestiegen. Daher ist die ehemalige Berufsbezeichnung des Elektroinstallateurs seit 2004 überholt. Seitdem wird der Ausbildungsberuf durch die Bezeichnung Elektroniker/in für Energie- und Gebäudetechnik ersetzt. Trotzdem bleibt der „Elektriker“ der wohl am häufigsten verwendete Ausdruck in unserem Sprachgebrauch.

Weitere Bereiche werden durch den Elektroniker für Informations- und Telekommunikationstechnik und den Elektroniker für Automatisierungstechnik abgedeckt. Unvermeidlich ist dabei, dass sich einige Aufgabenbereiche überschneiden. Die entsprechende Ausbildung dauert 3,5 Jahre.

Elektrotechnik – Ein Handwerk mit Meisterpflicht

Achten Sie bei der Auswahl Ihres Elektronikers unbedingt auf dessen Qualifikation. Nach erfolgreicher Ausbildung in einem der drei Fachbereiche ist dieser zu einer Weiterbildung befähigt. Handwerker, die sich hier selbständig machen möchten, sind dazu verpflichtet, ihren Meister in der Fachrichtung Elektrotechnik abzulegen.

2. Aufgabenbereiche Ihres Elektrikers

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Bei seinen Tätigkeiten arbeitet der Elektriker intensiv mit Baustellenleiter und Ingenieuren zusammen. Er ist über den baulichen Zustand Ihres Gebäudes ausführlich informiert. Während der Montage steht er in engem Kontakt mit Ihnen. Deshalb kann er auch kurzfristige Planänderungen berücksichtigen.

Im Vergleich zum Installateur für Sanitär-, Heizung– und Klimatechnik hat Ihr Elektriker andere Aufgaben: Er ist hauptsächlich für das Planen, Prüfen, in Betrieb nehmen, Warten und Reparieren gebäudetechnischer Systeme verantwortlich. Wenn man so will, trifft er also alle nötigen Vorbereitungen für den Installateur. Doch auch das Aufgabenfeld des Elektronikers, kann für den Laien verwirrend sein. Wer ist Ihr Fachmann, wenn es um spezielle Aufgaben geht?

Elektroniker für Automatisierungstechnik

Im Normalfall können Sie den Elektroniker für Automatisierungstechnik als privater Bauherr getrost ausblenden. Er beschäftigt sich meist mit Industrieanlagen. Dabei konzipiert und programmiert er (automatisierte) Mess-, Steuer- und Regelungseinrichtungen.

Elektroniker für Informations- und Telekommunikationstechnik

Dagegen ist Ihr Elektroniker für Informations- und Telekommunikationstechnik verantwortlich für die Installation von Systemen für Sicherheit und Kommunikation. Außerdem ist er Ihr Experte in Software-Fragen.

Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik

Ehemals als Elektroinstallateur bezeichnet, übernimmt Ihr Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik das breiteste Feld an Aufgaben. Planung und Inbetriebnahme von Geräten und gebäudetechnischen Systemen sind nur ein kleiner Punkt auf dessen Liste. Des Weiteren ist er für sämtliche Leit-Einrichtungen, Antennen- und Breitbandkommunikations-Anlagen zuständig. Er kann für Sie also z.B. Ihre Küchenzeile anschließen oder Ihre Anschlüsse für Ihre TV- und HiFi-Anlage legen.

Ihr Elektriker ist Experte:

  • Installiert Anlagen auf Baustellen
  • Hält elektronische Anlagen in Stand
  • legt Leitungen für Licht, Strom, Kontakte für Bewegungs- und Rauchmelder, Kontakte an Türen und Fenstern
  • Prüft und wartet gebäudetechnische System: Lichtschalter, Steckdosen, Gegensprech- und Telefonanlagen, Alarm- und Türkontrollsysteme, Beleuchtungs- und EDV-Anlagen, Klimaanlagen und Lüftungen
  • Nimmt innovativen Solaranlagen in Betrieb: Warmwasser und Elektrizität
  • Richtet Blitzschutzanlagen ein
  • „Erste Hilfe“ bei Kurzschluss
  • Automatisiert ganze Gebäude: Smart Home. Smart Home ist mit einer komplexen Gebäudetechnik verbunden. Trotzdem ist es längst nicht mehr nur eine Thematik, die nur ausgewählte Elektriker übernehmen.
  • Verlegt Leerrohre: Ausschließlich Ihrem Elektroniker ist es erlaubt, Leerrohre für Ihre Elektroinstallation zu verlegen.

Spezialgebiet Smart Home

DSie haben den Wunsch ein komplettes Haus zu automatisieren? Das ist mit einer komplexen Vernetzung Ihres Gebäudes verbunden. Doch Smart Home ist längst nicht mehr nur eine Thematik, die nur ausgewählte Elektriker übernehmen. DennIhr Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik ist Ihr Experte.

Smart Home bietet Ihnen Komfort und Sicherheit für Ihren Wohnraum. Das System für Gebäudemanagement ermöglicht ein vernetztes und ferngesteuertes Zuhause. Gerade zwischen den Jahreszeiten können Temperaturschwankungen Einiges an unnötiger Energie kosten. Mit Ihrem Smart Home ist es möglich auf Ihre Elektro-, Heizungs- und Klimatechnik zuzugreifen. Selbst wenn Sie nicht zuhause sind. Es übernimmt Steuerungs- und Überwachungstätigkeiten und passt sich spontanen Planänderungen somit perfekt an. So haben Sie mehr Zeit für andere Dinge. Außerdem schonen Sie die Umwelt und Ihren Geldbeutel. Denn sinkende Energiekosten sind zusätzliche Pluspunkte.

3. Vergabe von Aufträgen an Ihren Elektroniker

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Planung macht den Meister. Wer bauen, renovieren oder sanieren möchte, entscheidet das nicht von dem einen auf den anderen Tag. Es gibt etliche Dinge zu bedenken. Gerade Kleinigkeiten gehen dabei gern unter. Ein Lichtschalter direkt neben Ihrem Bett wäre ganz praktisch? Doch wo wird Ihr Bett überhaupt einmal stehen? Vor allem Lichtschalter und Steckdosen an der falschen Stelle sind ärgerlich. Wenn alles an Ort und Stelle ist,gestaltet sich Ihr Alltag viel einfacher. Also planen Sie vor Ihrer Vergabe unbedingt so genau wie möglich. Machen Sie sich also z.B. über folgende Fragen Gedanken:

  • In welche Richtung sollen sich Ihre Türen öffnen? Dementsprechend müssen Sie Ihre Lichtschalter platzieren.
  • Wo soll Ihr Arbeitsplatz entstehen, an dem Sie Steckdosen für Ihren Computer benötigen?
  • An welcher Stelle wird Ihre Küche oder Küchenzeile stehen, wo Sie Elektro-Anschlüsse brauchen?

Bei den Installationen Ihres Elektronikers spielt heutzutage auch Energie-Effizienz eine wichtige Rolle. Eine Wunschliste, die Anzahl, Materialien und Farben definiert, kann dabei sehr hilfreich sein. So sind Sie sich vor dem Einbau sicher, was Sie möchten und werden nicht von unendlich vielen Ideen überrannt. Trotzdem ist ein guter Ratschlag von Familie oder Bekannten oft Gold wert. Hören Sie sich in Ihrem Freundeskreis um. Oft ist ein (Hobby-)Elektriker dabei. Und auch auf Erfahrungswerte von ehemaligen Bauherren kann man zählen. Denn diese wissen genau worauf besonders Acht gegeben werden muss.

Die Ausschreibung

Nachdem Sie sich ausreichend informiert haben, wird Ihr Auftrag ausgeschrieben. Dank vorigen, umfangreichen Überlegungen können Sie jetzt den Elektroniker kontaktieren, der sich auf Ihre Wünsche spezialisiert hat. Dabei lohnt es sich möglichst viele Angebote einzuholen. Anhand dem Leistungsverzeichnis, welches in den Ausschreibungs-Unterlagen enthalten ist, können Sie Preise vergleichen. Dem besten Deal steht nun nichts mehr im Wege.

Wenn Sie sich für einen Fachbetrieb entschieden haben, empfehlen wir, Ihren Bauvertrag nach der VOB (Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen) abzuschließen. Denn dieser sichert Sie umfangreicher ab, als das allgemeine BGB. So schützen Sie sich als Bauherr und auch Ihr Bau-Projekt optimal.

4. Vermeidbare Fehler Ihres Elektronikers: Bau-Überwachung und Abnahme

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Wer nach einem langen Tag bei der Arbeit nach Hause kommt, kann sich meist Schöneres vorstellen, als ein Bau-Projekt zu kontrollieren. Selbst zu protokollieren ist anstrengend. Aber es zahlt sich oft aus. Ganz nach dem Motto: Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser. Gehen Sie mit offenem Auge über Ihre Baustelle. Führen Sie Buch über den aktuellen Stand. Des Weiteren sind Bilder und Videos sehr nützlich, um den Vorgang zu dokumentieren. Denn diese sind nicht zur Veranschaulichung von Nutzen, sondern dienen auch zur Beweisführung.

Tipps zur Abnahme

Ein weiterer Punkt, den man schnell vergisst, der aber sehr nützlich sein kann: Namen merken! Falls noch Fragen aufkommen, nachdem Ihr Elektriker in Ihrem Haus tätig war, ist es immer von Vorteil einen Ansprechpartner zu haben.

Außerdem ist es besonders bei Elektroinstallationen wichtig, eine Kontrolle durchzuführen, bevor die Wand geschlossen wird. Nachträgliche Ausbesserungen können Sie teuer zu stehen kommen. Deshalb lohnt es sich immer zwei Mal nachzusehen.

Ob Experte oder nicht, abgenommen werden kann nur das, was auch vertraglich vereinbart worden ist. Die Abnahme erfolgt für jedes Gewerk auf ähnliche Weise:

  • Prüfung durch Elektro-Fachkraft (DIN VDE 0105-100): Achten Sie unbedingt darauf, dass ein Spezialist des jeweiligen Fachbereichs Ihre Abnahme durchführt.
  • Sichtprüfung
  • Bestandsaufnahme
  • Messung
  • Prüfung Schutzmaßnahmen
  • Funktion: Kontrollieren Sie Ihre elektronischen Anlagen und seien Sie dabei nicht nachlässig. Testen Sie beispielsweise jeden Lichtschalter einzeln. Auch wenn das bedeutet, dass in jede Vorrichtung Glühlampen angebracht werden müssen. Prüfen Sie ob verlegte Kabel auch tatsächlich angeschlossen sind.
  • Protokoll: Notieren Sie alle Mängel und nicht-vertragsmäßige Details, die Ihnen auffallen.

5. Anfallende Kosten für Ihren Elektroniker

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Um die Kosten festzustellen, die für elektrotechnischen Arbeiten auf Ihrer Baustelle anfallen, ist es hilfreich den Stundenlohn Ihres Elektronikers zu checken. Das gibt Ihnen einen ersten Anhaltspunkt. Der Stundenlohn beträgt meist zwischen 50 und 100€. Trotzdem lassen sich Löhne, genauso wie andere Kosten, nicht generalisieren. Zum einen gibt es regionale Unterschiede, zum anderen ist jede Baustelle anders. Verschiedene Materialien werden verbaut und auch die Größe des Bauprojekts ist entscheidend.

Es empfiehlt sich deshalb unverbindliche Angebote von Elektrikern in Ihrer Region einzuholen. Diese sind meist kostenfrei und gut geeignet, um sich einen Überblick zu verschaffen. Achten Sie dabei unbedingt darauf, dass Fahrkosten im Preis inkludiert sind. Diese liegen pauschal bei einem Wert von 30 bis 50€.

Tipp:

Orientieren Sie sich an den Gesamtkosten Ihrer Baustelle. Im Allgemeinen nehmen die Dienstleistungen Ihres Elektronikers 3-5% Ihrer gesamten Baukosten in Anspruch.

6. Ihre Checkliste zum Elektroniker

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  • Energie-Effizienz entscheidet über die Höhe Ihrer späteren Rechnungen. Informieren Sie sich vorab über mögliche Maßnahmen. Ihr Elektroniker greift auf jahrelange Erfahrung zurück und ist auf dem neusten Stand der Technik.
  • Bei Bauüberwachung und Abnahme nicht zimperlich sein! Kontrollieren Sie und kritisieren Sie alles, was Ihnen auffällt.
  • Achten Sie auf versteckte Kosten. Sind die Fahrkosten inklusive?
  • Ist Ihr Elektro-Experte in Ihrer Nähe? Gerade bei kleineren Notfällen, wo schnelle Hilfe nötig ist, ist ein bekannter Ansprechpartner viel wert. Er kennt Ihr Haus und Sie können ihm vertrauen, dass er Sie bei seiner Dienstleistung nicht übers Ohr haut.