Schreiner

Der Schreiner – macht aus jedem Stück Holz etwas Besonderes

Aus alt mach neu – ob Reparatur von Altem oder Schaffung von komplett Neuem, Ihr Schreiner ist Ihr Spezialist. Sein Ziel: Maßgeschreinerte Konstruktionen nach Wunsch und Bedürfnis. Die Berufsbezeichnung des Schreiners entspricht übrigens der des Tischlers. Je nachdem ob Sie in Österreich, Südtirol oder bestimmten Teilen Deutschlands zuhause sind, wird Ihnen einer der beiden Begriffe geläufiger sein.

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1. Die Ausbildung zum Tischler oder Schreiner: Rechtliches

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Um einen Gesellenbrief zu erhalten, muss Ihr zukünftiger Schreiner eine duale Ausbildung machen, die 3 Jahre dauert. Dabei lernt der Auszubildende in einem bau-gewerbliche Betrieb und in einer Berufsschule die Praxis und Theorie des Handwerks. Teilweise nimmt er auch an einigen überbetrieblichen Fortbildungen teil. Während dieser Zeit haben Lehrlinge die Gelegenheit, sich auf die Bau- oder Möbeltischlerei zu spezialisieren.

Ein Bautischler erneuert oder konsturiert feste Bestandteile in Ihrem Zuhause. Damit sind z.B. Treppen, Fenster oder Türen gemeint. Dagegen ist ein Möbeltischler auf bewegliche Einrichtungsgegenstände spezialisiert. Dabei fallen beispielsweise Universalaufgaben, wie die Neugestaltung oder Restauration von Tischen, Stühlen und Kommoden in seinen Aufgabenbereich.

Während der Ausbildung steht stets der richtige Umgang mit den Materialien im Vordergrund. Denn obwohl ein Schreiner vorwiegend mit Holz arbeitet, kommen in seinem Arbeits-Alltag auch andere Rohstoffe zum Einsatz.

Danach hat der Tischler-Geselle die Möglichkeit, einen Meister zu machen. Nur dann darf er sich selbständig machen und einen eigenen Betrieb gründen. Durch die geltende Meister-Pflicht in Deutschland für dieses Gewerk, wird ein hoher Qualitäts-Standard gesichert. So können Sie sich auf die Arbeit Ihres Tischlers in jedem Fall verlassen. Denn ein Schreiner-Meister, wie Herr Eder, versteht sein Handwerk in Perfektion.

2. Der Tischler im Vergleich mit anderen Gewerken

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Grundlegend arbeitet ein Schreiner mit Holz. Mit diesem natürlichen Rohstoff beschäftigen sich jedoch auch noch andere Gewerke. So fertigt beispielsweise auch der Dachdecker die Unterkonstruktion für den Dachstuhl oder dessen Lattung aus Holz. Allerdings ist ihr Tischler nicht nur auf Ihr Dach begrenzt.

Auch ein Zimmermann hat teilweise ein ähnliches Aufgaben-Gebiet wie Ihr Schreiner. Bau-Tischler und Zimmerer stellen beide Konstruktionen aus Holz für Ihr Bau-Projekt her. Dabei sind die Übergänge der Arbeits-Bereiche fließend. Grundlegend trifft es aber zu, dass Tischler zusätzlich auch für die dekorativen Holz-Elemente zuständig sind.

Da Ihr Schreiner neben Holz auch mit Metallen, Glas und diversen Kunststoffen arbeitet, ist dieser Handwerker ein echtes Allround-Talent. Daher lohnt sich ein Beratungs-Gespräch in einer Schreinerei auf jeden Fall. Ihr Tischler kann jeden Raum Ihres Heims gezielt aufwerten: Von maß-gefertigten Möbeln über Holz-Decken bis hin zu einer Wand-Täfelung.

3. Die Aufgaben des Schreiners

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Überwiegend fertigen Tischler Möbel nach Maß. Sie erinnern sich bestimmt an die verschiedenen Auftragsarbeiten oder die Schaukel, das Bettchen und die Kommode des Pumuckl vom Schreiner-Meister Eder? Doch Ihr Handwerker in der Tischlerei übernimmt darüber hinaus noch andere Aufgaben:

  • Er stellt Boden-Beläge und Decken her
  • Er erschafft passgenau das Mobiliar eines gesamten Zimmers
  • Ihr Tischler baut Türen, Fenster und Treppen (ein)
  • Er fertigt Turn- und Sportgeräte
  • Ein Schreiner macht Entwürfe nach eigenen Vorstellungen oder Kunden-Wünschen
  • Er ist Experte für unterschiedliche Holz-Arten und ihre verschiedenen Einsatz-Bereiche
  • Der Tischler montiert Elemente aus Holz und anderen Materialien
  • Ihr Schreiner schützt Holz vor Schäden und bessert bereits bestehende Mängel im Holz aus

Ihr Tischler ist aber auch in traurigen Fällen der richtige Ansprech-Partner für Sie. Denn er zimmert auch Särge.

4. Die Vergabe von Aufträgen bei Tischler-Arbeiten

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Bau-Projekte verlaufen oft nach dem gleichen Muster:  Anfangs steht meist eine fixe Idee, doch dann sind Sie als Bauherr an der Reihe, um daraus einen konkreten Plan zu entwickeln. Schwebt Ihnen eine kleine Renovierung oder ein aufwendiger Neubau vor? Wie genau stellen Sie sich Ihr Bau-Vorhaben vor? Geht es um Holz-Elemente im Innen- oder Außenbereich? Legen Sie Wert auf Hölzer aus der Region?

Bevor Sie Ihren Auftrag an ein Gewerk vergeben, steht die Ausschreibung an. Manchmal haben Familie oder Bekannte bereits gebaut oder anderweitig Erfahrungen gesammelt. Dann können Sie gezielt nach Empfehlungen für Schreinereien fragen. Hören Sie sich also in Ihrem Umfeld um und lassen Sie sich Tipps geben! Oft haben sich Schreiner auf einen Fachbereich spezialisiert. Demnach sind sie entweder Bau- oder Möbeltischler. Daher sollten Sie sichergehen, dass Ihr Handwerker auch der Experte für genau das ist, was Sie suchen.

5. Vermeidbare Fehler bei Ihren Tischler-Arbeiten: Bau-Überwachung und Abnahme

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Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser! Damit Ihr Traumhaus nicht zu einem Albtraum wird, sollten Sie sich gegen alle Eventualitäten absichern. Neben einem Bau-Vertrag nach den Richtlinien des VOB schützen Sie sich im Notfall am Besten durch eine gute Dokumentation Ihrer Baustelle.

Bei Arbeiten mit Holz sollten Sie darauf achten, dass die Materialien zunächst trocken und lichtgeschützt gelagert werden. So werden Schäden am Holz vermieden. Bei den Arbeiten eines Bautischlers ist es wichtig, dass alle Elemente exakt passen. Das heißt, dass vor allem die Maße stimmen. Generell gilt für Oberflächen aus Holz, dass auf Risse, Verfärbungen und Unebenheiten zu achten ist. Dokumentieren Sie das Ergebnis der einzelnen Arbeitsschritte fotografisch, so sind Sie im Fall eines Schadens auf der sicheren Seite.

Die Abnahme von Schreiner-Arbeiten ist knifflig. Denn es ist besonders schwierig, zu beurteilen, was tatsächlich einen Mangel darstellt. Aus diesem Grund gibt es ganze Bücher mit diesem Thema, die Sie bereits vor Abschluss des Vertrags als Rechtsgrundlage vereinbaren können.

6. Kosten von Schreiner-Arbeiten

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Die Kosten für einen Tischler können je nach Umfang der Arbeit, Region und Material stark variieren. Abzüglich der Beträge für Material, Anfahrt und Montage fallen durchschnittlich ca. 40-60€ pro Stunde an. Die Preise für die verschiedenen Hölzer unterscheiden sich ebenfalls: Exotische Hölzer wie Mahagoni oder Teak sind äußerst teuer. Unter den heimischen Holz-Arten sind beispielsweise Douglasie oder Lärche relativ günstig. Dagegen gehören Eiche oder Ahorn zu den teureren Hölzern.

7. Ihre Checkliste zum Tischler

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  • Vorsicht (bei der ausgefüllten Ausschreibung) vor versteckten Kosten.
  • Lassen Sie Macken im Holz vor der Abnahme ausbessern.
  • Achten Sie darauf, dass Oberflächen, die Feuchtigkeit ausgesetzt sind, also z.B. im Außenbereich, im Bad oder Tische, entsprechend behandelt wurden.
  • Schließen alle Fenster und Türen exakt?
  • Überprüfen Sie, ob es Risse oder Unebenheiten gibt.