Zimmerer

Zimmerer – der Experte für Ihre Dachkonstruktion

Ein Zimmermann ist Ihr richtiger Ansprechpartner, wenn es um den Dachbau geht. Er entwirft Ihnen Ihren individuellen Dachstuhl und berät Sie bei der Auswahl des Holzes optimal. Er vereint Fachwissen und Körperkraft, sodass Sie am Ende nicht im Regen stehen müssen.

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1. Rechtliches zum Zimmermann

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Die Bezeichnung Zimmerer, oftmals auch Zimmermann, kommt ursprünglich vom mittelhochdeutschen Wort zimber, was Bauholz bedeutet. Diese Wortherkunft findet man auch heute noch im englischen Wort für Bauholz: timber. Wie es die Namens-Herkunft schon andeutet, dreht sich bei dem Beruf des Zimmerers alles um Holz. Deswegen ist er unter anderem Ihr Experte für Dachkonstruktionen, Balkone und Treppen.

Die Zimmerer-Ausbildung

Dies alles erlernt Ihr Zimmerer ausführlich in seiner Ausbildung. Hierbei meistert er innerhalb von drei Jahren von der Dachplanung bis zum Aufstellen des Daches alle Hürden. Nach bestandener Gesellenprüfung absolvieren viele Zimmerer noch die Meisterprüfung. Mit einem Meistertitel können die Zimmerer ihren eigenen Zimmerbetrieb eröffnen.

Ihr Zimmermeister hat genügend Berufserfahrung und Know-How, um ihre Holzkonstruktion für Sie perfekt zu machen. Sie als Bauherr sind damit also immer auf der sicheren Seite.

2. Was macht ein Zimmerer? – Aufgabengebiet

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Der Beruf ist den Sparten Bauwesen und Holzverarbeitung zuzuordnen. Ein Zimmermann montiert so gut wie alle Bestandteile Ihres Hauses, die aus Holz bestehen. Hierzu gehören Dachkonstruktionen, Fachwerk und Balkone. Vor allem bei Dächern arbeitet Ihr Zimmerer meistens nur in Kooperation mit einem Dachdecker. Somit bekommen Sie Ihr perfektes Dach.

Im Innenausbau ist der Zimmerer unter anderem für Holzdecken, Fußböden und Treppen zuständig. Hier arbeitet er oft mit dem Bautischler (Bauschreiner) zusammen.

Ihr Zimmerer hat dabei aber auch noch ganz andere Aufgabengebiete. Deshalb finden Sie hier eine kurze Übersicht der Tätigkeiten Ihres Zimmerers:

  • Holzkonstruktionen entwerfen und berechnen
  • Bauwerksteile aus Holz erstellen
  • Konstruieren von Fertigbauteilen aus Holz
  • Hölzerne Treppen errichten
  • Balkone aus Holz erbauen
  • Dächerkonstruktionen aller Art
  • Verschalungen, Lattungen und Verkleidungen aus Holz im Innen- und Außenbereich
  • Sanierungsarbeiten an alten Fachwerkhäusern

Die Axt im Haus erspart den Zimmermann? – Spezielle Aufgaben:

Ihr Zimmermeister kann aber noch viel mehr. Beispielsweise kann er auch kleine Arbeits-Gerüste mit speziell angefertigten Abfangungen aufstellen. Dafür sperrt er natürlich vorher alle nötigen Wege ab, damit niemand verletzt wird. In Deutschland sind allein 20% der tödlichen Unfälle der Baubranche zu zuordnen. Davon werden allein 5,7% den Zimmerern und Dachdeckern zugesprochen. Kein Wunder also, weshalb Sicherheitsgerüste so wichtig sind. Bei größeren Gerüstkonstruktionen sollten Sie immer einen Gerüstbauer kontaktieren. Er ist hierfür der Experte.

Wussten Sie außerdem, dass Zimmerleute auch für Trockenbauarbeiten zuständig sein können? Er baut Ihnen beispielsweise individuelle Trockenwände. Zudem zaubert er aus Ihrem Haus ein akustisches Wunder. Dabei sägt er das Holz passgenau und wählt das für Sie passende Holz aus. Er ist also auch Ihr Ratgeber, wenn es um die perfekte Akustik geht.

3. Zimmerer gesucht? – Vergabe

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Damit Ihr Dach am Ende nicht zum Reinfall wird, sollten Sie sich schon frühzeitig um Ihren perfekten Zimmererbetrieb kümmern. Informieren Sie sich möglichst bald über aufkommende Kosten und Möglichkeiten.

Erfragen Sie in Ihrem Bekanntenkreis, ob schon jemand einen Zimmermann engagiert hat. Achten Sie stets auf Seriosität. Lassen Sie sich schon fertige Objekte bzw. Bauteile zeigen. Behalten Sie dabei auch immer die Kosten im Auge. Denn nicht immer ist das billigste Angebot auch für Sie das Günstigste.

Ihr Zimmerer – Wunsch-Liste

Erstellen Sie zu Beginn eine Wunsch-Liste. Dort listen Sie alles auf, was in Ihren Augen nötig ist.

  • Welcher Bereich ist betroffen: Innen- oder Außenbereich
  • Art der Tätigkeit: Egal ob Dachstuhl oder Balkon, Ihr Zimmerer kennt sich aus
  • Qual der Wahl: Welches Holz benötigen Sie?
  • Sind spezielle Trockenarbeiten von Nöten?
  • Für die Sicherheit auf Ihrem Bau: Brauchen Sie ein Gerüst?

Die Kosten Ihres Zimmermanns

Natürlich variieren die Kosten für Ihren Zimmererbetrieb auch je nach Aufwand. Wenn Sie beispielsweise edlere Hölzer auswählen, dann fällt der Endpreis auch höher aus. Außerdem hängt der Preis auch von der Art der Tätigkeit ab. Beispielsweise kostet ein Satteldach viel weniger als ein Mansarddach. Im Schnitt können Sie aber mindestens 60 € pro Quadratmeter Dachfläche rechnen.

Zimmerermeister gesucht – Ausschreibung und Werkvertrag

Die genaue Kostenaufteilung erfahren Sie mithilfe einer Ausschreibung. Die Preise können von Betrieb zu Betrieb stark variieren. Deswegen ist es immer ratsam eine Ausschreibung zu veröffentlichen. Hierfür müssen Sie unter anderem ein Leistungsverzeichnis erstellen. Dort listen Sie alle benötigten Materialien und Aufgaben auf. In die vorgefertigten Lücken müssen die Zimmermeister deren Kostenvoranschläge eintragen. Somit können Sie genau nachvollziehen, was wieviel kostet. Das ausgefüllte Leistungsverzeichnis erhalten Sie dann von den Fachbetrieben zurück.

Anhand dessen haben Sie die Qual der Wahl bei der Auswahl Ihres Zimmermanns. Mit diesen Informationen sollten Sie vor Vergabe noch in ein Vergabegespräch starten. Erfragen Sie dort genauere Details und vereinbaren beispielsweise eine Baubesichtigung. Dort kann Ihnen der Zimmerer genau zeigen, was wo zu tun ist. Folglich schließen Sie mit Ihrem ausgewählten Betrieb einen Werkvertrag nach VOB ab. Dadurch sind Sie als Bauherr auf der sicheren Seite, weil Ihr Zimmerer mehr zu Verantwortung gezogen wird.

Aber Achtung: Listen Sie alle Preise und Aufgaben im Vertrag detailliert auf! Es kann am Ende nämlich nur das abgenommen werden, was auch vorher schriftlich vereinbart wurde.

4. Mit Zimmermannshammer und Zimmererschuhen geht’s ans Werk – Bauüberwachung und Abnahme

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Wenn Ihr Zimmermeister nun zur Tat schreitet, heißt es für Sie aufmerksam zu sein. Auch gelernte Fachleute können Fehler machen. Dokumentieren Sie deshalb alles mit Fotos und Texten. Überprüfen Sie beispielsweise ob die Handwerker sauber arbeiten und nicht zu viel Pause machen. Behalten Sie den Materialverbrauch im Auge, sodass Sie am Ende nicht mehr zahlen müssen.

Nach Beendigung der Baumaßnahme sind Sie auch wieder gefragt. Nehmen Sie sich hierfür genügend Zeit, bevor Sie den Bau frei geben. Überprüfen Sie alle Balken, ob auch alles sicher hält.

Achten Sie auf die Beschaffenheit des Holzes. Nicht, dass wegen einem spröden Balken das komplette Dach wieder renoviert werden muss. Haben die Zimmerleute auch sauber gearbeitet? Oder erkennen Sie Spreißel oder zerfetzte Stücke in Ihrer Dachkonstruktion? Seien Sie vorsichtig, hier könnte Lebensgefahr bestehen. Überprüfen Sie zudem die Art des Holzes. Wurde auch wirklich das Holz verbaut, das Sie bestellt haben?

5. Zimmerermeister und deren Kosten

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Damit am Ende keine böse Überraschung droht, sollten Sie sich schon im Vornherein klar werden, dass Holzarbeiten aller Art recht teuer sind. Wenn Sie außerdem in Ballungsgebieten zu Hause sind, dann können Handwerker-Kosten oftmals stark in die Höhe gehen, wie auch beim Zimmerer.

Speziell bei der Errichtung des Dachstuhls können immense Kosten auf Sie zukommen. Dabei sollten Sie z.B. den Abriss des alten Daches im Hinterkopf behalten. Dieser wird immer pro Tonne gerechnet. Sprich pro Tonne des alten Daches können Sie ca. 110€ pro Tonne veranlagen. Erst danach beginnt die eigentliche Arbeit des Zimmerers. Dort können Sie einschließlich Material auf jeden Fall 60€ pro m2 einkalkulieren. Je nachdem wie groß ihr Dach ist und welche Dachform sie benötigen, können diese Kosten aber auch in die Höhe steigen. So können Sie allein beim Dachstuhl schon einige 1.000€ rechnen.

Als Faustregel können Sie sich merken: Je größer die Fläche ist, umso höher ist der Aufwand für den Zimmermeister.

Dachstuhl selber machen?

Wer meint, er könne beim Dachbau leicht Geld sparen, der irrt. Dachstühle werden individuell gefertigt. Hierfür gibt es kein Musterbuch. Deswegen muss Ihr Zimmerer über genügend Fachwissen und Berufserfahrung verfügen. Damit erbaut er Ihnen Ihr perfektes Dach.

Kosten sparen können Sie aber eventuell durch Eigenleistung. Fragen Sie Ihren Zimmermeister, ob er eine helfende Hand benötigen kann. Inwieweit dieser dann zustimmt, kann von Betrieb zu Betrieb unterschiedlich sein. Oft wird diese Art der Eigenleistung auch abgelehnt.

6. Für Ihren perfekten Zimmermann – Ihre Checkliste

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Einen gelernten Experten zu engagieren, bewahrt Sie vor jeder Menge Ärger. Sie können die Verantwortung beruhigt an Ihn abgeben. Der Zimmerer ist Ihr Experte rund ums Thema Holz. So gilt sein Steckenpferd zwar dem Errichten des Dachstuhls, jedoch kann er auch alle anderen Arten an Holzarbeiten verrichten.


Auf was Sie sonst noch achten können, erfahren Sie in dieser Checkliste:

  • Prüfen Sie Ihren Zimmererbetrieb: Hat er einen Meistertitel?
  • Erstellen Sie einen ausführlichen Plan der auszuführenden Arbeiten
  • Prüfen Sie alle Kosten genau: Lassen Sie sich ein ausführliches Leistungsverzeichnis geben
  • Lassen Sie sich bei der Erstellung der Dachkonstruktion ausführlich beraten
  • Überwachen Sie den Bau Ihres Daches mit strengen Blicken