Dachdecker

Der Dachdecker – Ihr Experte für Ziegel, Dachfenster und Photovoltaik

Der Dachdecker verarbeitet mit hohem Sachverstand und Perfektion die verschiedensten Materialien, wie Holz, Ziegel oder Schiefer.
Deswegen sorgt der Dachdeckermeister für eine gute Wärme-Dämmung. Dadurch sparen Sie Energie und Kosten. Auch die Energie-Erzeugung liegt in seinen Händen, egal ob Photovoltaik oder Solarthermie.

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1. Die Ausbildung zum Dachdecker: Rechtliches

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Ihr Dachdecker hat 3 Jahre lang eine duale Ausbildung in einem baugewerblichen Betrieb und einer Berufsschule absolviert. Dabei legt der Auszubildende einen fachlichen Schwerpunkt fest. Deshalb ist er nach Abschluss der Lehre ein Dachdecker-Geselle und hat die Möglichkeit, seinen Meister zu machen.

Nicht umsonst werden Häuser oft mit einem Dach über dem Kopf umschrieben. Denn ein wetterfestes Dach hält Sie trocken und warm. Demnach ist der Beruf des Dachdeckers  von elementarer Bedeutung beim Hausbau. Deshalb benötigen Dachdecker in Deutschland, die sich selbständig machen wollen, deshalb zwingend einen Meister-Brief. Daher können Sie davon ausgehen, dass ein selbständiger Handwerks-Betrieb qualitativ hochwertige Arbeit an Ihrem Bau-Projekt leistet.

2. Der Dachdecker im Vergleich mit anderen Gewerken

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Bevor ein Dachdecker Ihr Dach eindecken kann, fertigt er zunächst aus Holz eine Unter-Konstruktion für den Dachstuhl. Diese Arbeit kann auch ein Bau-Schreiner übernehmen. Ebenso wie der Dachdecker, kann ein Bau-Schreiner auch Dach-Fenster einbauen. Allerdings ist der Bau-Schreiner kein Experte für Photovoltaik oder das eigentliche Eindecken Ihres Dachs.

Ähnlich wie Ihr Dachdecker arbeitet auch ein Ausbau-Facharbeiter an Ihrem Dachstuhl und montiert Wand-Verkleidungen. Während der Ausbau-Facharbeiter jedoch ein Allround-Talent ist, hat sich der Dachdecker auf das Thema Dach spezialisiert. Dadurch ist Ihnen ein perfektes Ergebnis garantiert.

Ein Dachdecker hat nicht nur mit Ton-Ziegeln zu tun, sondern verarbeitet auch HolzMetall und andere Materialien. Deshalb deckt teilweise auch ein Zimmerer sein Aufgaben-Gebiet ab. So könnte beispielsweise auch ein Zimmermann die Konstruktion für Ihren Dachstuhl errichten.

3. Die Aufgaben des Dachdeckers

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Grundsätzlich liegt es in der Verantwortung Ihres Dachdeckers, dass Sie im Inneren Ihres Hauses vor Regen, Wind und Wetter geschützt sind. Außerdem verrichtet er folgende Tätigkeiten:

  • Dachstühle inklusive Lattung und Schalung montieren
  • Dächer mit verschiedensten Materialien eindecken
  • Flachdächer für die Bepflanzung vorbereiten
  • Außenwände und Dachböden mit Dämm-Material abdichten
  • Dachfenster einbauen
  • Erker und Gauben anbringen
  • Regenrinnen und Abflüsse montieren
  • Blitzableiter-Anlagen und Schneefang-Gitter befestigen
  • Systeme zur Wärme- und Stromgewinnung installieren
  • Schornsteine fest machen
  • Wartungs-Arbeiten und Reparaturen rund um Ihr Dach vornehmen

Auch wenn Sie kein neues Haus errichten, sondern Ihr Zuhause renovieren möchten, ist Ihr Dachdecker der richtige Ansprechpartner. Denn er

  • trägt Ihre Dach-Eindeckung und die alten Dach-Latten ab
  • baut Ihren Schneefang, Ihr Abfluss-System und Antennen oder SAT-Schüsseln ab
  • arbeitet am Mauerwerk, falls Sie Ihr Dach ausbauen, oder Ihre Renovierung eine Veränderung am Giebel bedeutet

Der Dachdecker steigt Ihnen also gern aufs Dach und ist ein wahrer Alleskönner wenn es um die Krone Ihres Gebäudes geht.

4. Die Vergabe von Aufträgen rund um das Dach

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Prinzipiell verlaufen Bau-Vorhaben meist ähnlich: Zunächst sollten Sie sich als Bauherr darüber klar werden, was Sie genau wollen. Steht eine unkomplizierte Renovierung an, die in wenigen Tagen erledigt ist? Oder planen Sie ein aufwendiges und langwieriges Projekt? Finden Sie vor Beginn der Bau-Maßnahmen heraus, ob Sie sich an spezielle Regelungen halten müssen: Dazu zählt der Denkmalschutz, Vereinbarungen mit Ihren Nachbarn oder Ähnliches halten müssen. Welche Anforderungen muss Ihr Dach über dem Kopf gerecht werden? Denn je nachdem eignen sich verschiedene Dach-Formen oder eine Eindeckung aus einem anderen Material.

Dach-Formen und Ihre Vorteile:

Grundlegend lassen sich Dächer in zwei verschiedene Arten unterteilen: Flachdächer, mit einem Neigungs-Winkel bis höchstens 20°, und Steildächer, deren Flächen sich mit mehr als 20° zueinander neigen. Dabei umfasst der Begriff Steildach viele Formen von Dächern: Beispielsweise das Sattel- oder Giebeldach, Pultdach, Schleppdach, Walmdach, Kreuzdach, Kegeldach usw.

Die Vorteile des Steildachs:

  • Ausbaufähiges Dachgeschoss
  • Geringere Kosten bei der Anschaffung und Wartung
  • Lebensdauer von ca. 50 Jahren
  • Möglichkeiten zu Solarthermie und Photovoltaik
  • Herausragender Schutz gegen Regen: Neigungswinkel leitet Wasser ab
  • Sicherheit vor Wind: Windkräfte brechen sich am Giebel

Die Nachteile des Steildachs:

  • Keine nutzbare Wohnfläche auf dem Dach
  • Dachschrägen in den darunter liegenden Räumen (evtl. auch mit geringem Lichteinfall)

Die Vorteile des Flachdachs:

  • Ihr Dach wird zu einer nutzbaren Wohnfläche: Terrasse oder Dachgarten
  • Geringes Eigen-Gewicht des Dachs
  • Möglichkeiten zu Solarthermie und Photovoltaik inklusive leichtem Zugang
  • Keine Dachschrägen und guter Lichteinfall
  • Spätere Umbau-Maßnahmen sind leicht umsetzbar

Die Nachteile des Flachdachs:

  • Oft Schäden durch Feuchtigkeit am Haus
  • Höhere Kosten bei Anschaffung und Wartung
  • Kürzere Lebensdauer
  • Bau-Stoffe sind selten umweltfreundlich

Flachdächer haben davon abgesehen zu Unrecht einen schlechten Ruf, denn viele Mängel lassen sich auf Fehler bei Material, Planung oder Verarbeitung zurückführen.

Verschiedene Materialien auf dem Dach

Auf den meisten Flachdächern findet sich eine Begrünung oder Kies. Doch auch Steildächer können mit den unterschiedlichsten Bau-Stoffen eingedeckt werden. Dabei zeichnet sich jedes Material durch andere Eigenschaften aus:

Materiallange Lebensdauerviele Formen und FarbenWetter-Beständigkeitniedrige KostenBeständigkeit gegen FeuerRegulierung von Feuchtigkeit gute Dämm-Eigenschaftenleichte Verarbeitung
Beton
X
X
Bitumen (Dachpappe)
X
X
X
X
X
X
Faser-Zement-Platten
Kunst-Schiefer
Kupfer
X
X
X
X
X
Reet
X
X
X
X
X
Schiefer
X
X
Ziegel

Bevor Sie Ihren Auftrag an ein Gewerk vergeben, steht die Ausschreibung an. Manchmal haben Familie oder Bekannte bereits gebaut oder anderweitig Erfahrungen gesammelt. Dann können Sie gezielt nach Empfehlungen für Betriebe fragen. Hören Sie sich also in Ihrem Umfeld um und lassen Sie sich Tipps geben! Dachdecker sind meist Experten für Dach-, Wand- und Abdichtungstechnik oder Reetdach-Technik. Daher sollten Sie darauf achten, dass der Fachmann für Ihr Dach auch das für Sie passende Spezial-Gebiet hat.

5. Vermeidbare Fehler bei Ihrem Dach: Bau-Überwachung und Abnahme

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Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser! Damit Ihr Traumhaus nicht zu einem Albtraum wird, sollten Sie sich gegen alle Eventualitäten absichern. Neben einem Bau-Vertrag nach den Richtlinien des VOB schützen Sie sich im Notfall am Besten durch eine gute Dokumentation Ihrer Baustelle.

Bei Arbeiten auf Ihrem Dach sollten Sie besonders auf Risse im Eindeckungs-Material achten. Ebenso sollten Sie die Dach-Entlüftungen überprüfen, um Schimmel und unangenehmen Gerüchen vorzubeugen. Ebenfalls ist es wichtig, dass die Unterspannbahn keine Mängel aufweist. Denn diese ist anfällig gegen Belastungen durch Schritte oder kurz abgelegte Dachsteine und Werkzeuge. Daher dokumentieren Sie das Ergebnis der einzelnen Arbeitsschritte fotografisch. So sind Sie im Fall eines Schadens auf der sicheren Seite.

6. Kosten von Dachdeckern

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Voraussagen für die Kosten Ihres Dachs sind äußerst schwierig. Denn die Preise variieren je nach Material, Größe und Neigungswinkel Ihres Dachs. Auch die Arbeits-Sätze bei Dachdeckern schwanken stark, abhängig von Berufs-Erfahrung und Region. Durchschnittlich betragen die Kosten für einen Dachdecker stündlich etwa 40-80€ plus Materialkosten.

Materialdurchschnittl. Kosten pro m²
Betonca. 18€
Bitumenca. 24€
Reetca. 100€
Schieferca. 90€
Ziegel25-50€

Allerdings sind die hier aufgeführten Preise nur grobe Richtwerte, sprechen Sie deshalb mit Ihrem Dachdecker über einen Kosten-Voranschlag. Generell gilt aber, je größer die Fläche Ihres Daches ist, desto geringer sind die Kosten für den einzelnen m2. Verhandeln lohnt sich also!

7. Ihre Checkliste zum Dachdecker

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  • Vorsicht (bei der ausgefüllten Ausschreibung) vor versteckten Kosten.
  • Achtung bei der Dachdecker-Innung: Hier kann jeder Betrieb Mitglied sein, der einmal einen Dachdecker-Meister beschäftigt hat. Die Mitgliedschaft endet erst, wenn keine Beiträge mehr bezahlt werden. Deshalb ist die Dachdecker-Innung nicht zwingend ein verlässlicher Garant für Qualität!
  • Besprechen Sie vor den Bauarbeiten mit Ihrem Kaminkehrer: Welche Richtlinien müssen erfüllt werden und welchen Zugang zum Schornstein benötigt er?
  • Achten Sie darauf, dass auf Ihrem Dach die notwendigen Sicherheits-Maßnahmen getroffen werden.
  • Bewahren Sie einen kleinen Vorrat an Eindeckungs-Material für eventuelle Ausbesserungs-Arbeiten auf.