Bauversicherung

Bauversicherung – eine Übersicht

Ein Lebenstraum erfüllt sich: Bald ziehen Sie in Ihre eigenen vier Wände! Lange haben Sie darauf gespart, doch das Warten hat sich gelohnt. Den Rest Ihres Lebens verbringen Sie in Ihrem eigenen Haus. Damit daraus kein Albtraum wird, sollten Sie sich und Ihr Bauvorhaben absichern. Und zwar gegen alle Eventualitäten, denn es gibt zahlreiche Gefahren. Deshalb übernehmen Versicherungen die Verantwortung und geben Ihnen Sicherheit. So sind Sie finanziell und rechtlich geschützt und können Ihren Traum genießen. Ein Überblick lohnt sich also – versichern Sie sich selbst…

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1. Welche Versicherung braucht man – während der Bauphase?

Beim Kauf eines Grundstücks übernehmen Sie nicht nur Grund und Boden, sondern auch eine hohe Verantwortung. Wenn beispielsweise jemand auf Ihrem Grundstück zu Schaden kommt, haften Sie dafür. Falls Ihr Bau beschädigt wird, sind Sie für die Reparatur verantwortlich: Egal ob nur eine Sicherung durchschmort oder schlimmstenfalls das ganze Haus abbrennt.

Damit es im Schadensfall kein böses Erwachen für Sie gibt, schließen Sie eine Bauversicherung ab. Oder noch besser: Gleich mehrere. Denn Versicherungen nehmen Ihnen Verantwortung ab und geben Ihnen Sicherheit. Im Schadensfall übernehmen sie die Kosten.

Schon während der Bauphase müssen Sie sich finanziell und rechtlich absichern. Dadurch ist garantiert, dass Ihr Bauvorhaben ebenso sicher ist wie Sie. Auch für Ihre Bauhelfer und alle Besucher Ihrer Baustelle muss gesorgt werden.

Doch verschiedene Gefahrenquellen erfordern verschiedene Versicherungen. Daher stehen Ihnen unterschiedliche Bauversicherungen zur Verfügung. Hier geben wir Ihnen einen hilfreichen Überblick über die notwendigsten Versicherungen als Bauherr.

Vom ersten Spatenstich bis zum Einzug schützt Sie die Bauleistungs-Versicherung (früher Bauwesen-Versicherung). Denn bereits wenige Minuten nach dem ersten Spatenstich kann etwas Unvorhergesehenes auf Ihrer Baustelle geschehen. Ihre Baustelle ist empfindlich. Wenn es zum Beispiel zu stark regnet, kann die Grube überschwemmt sein. Dann versinkt alles im Matsch und das Bauvorhaben ist vorläufig gestoppt. Dadurch entsteht auch eine finanzielle Gefährdung.

Doch Ihre Bauleistungs-Versicherung nimmt Ihnen diese Sorgen! Sie zahlt für die Aufräumarbeiten und beschädigtes Material. Damit Ihre Pläne nicht ins Wasser fallen!
Aber nicht nur vor Schäden durch Unwetter sind Sie mit dieser Versicherung sicher. Sie schützt auch im Fall eines Diebstahls.

Neben Eindringlingen und den Launen der Natur ist Feuer die größte Gefahr für Ihr Bauvorhaben. Damit Ihr Traum nicht in Flammen aufgeht, sollten Sie rechtzeitig vor Beginn der Bauarbeiten eine Feuerrohbau-Versicherung abschließen.

Falls Ihr Rohbau, aus welchen Gründen auch immer, Feuer fangen sollte, bauen Sie ihn wieder auf – ohne zusätzliche Kosten. Denn die Feuerrohbau-Versicherung zahlt für Sie.

Manche Anbieter ersparen Ihnen sogar die Beitragskosten. Es gibt zum Beispiel Inklusiv-Angebote zusammen mit einer anderen Versicherung, mit geringen Kosten. Lesen Sie dazu mehr unter Feuerrohbau-Versicherung.

Ebenfalls vor Beginn der Bauarbeiten unterschreiben Sie die Bauherrenhaftpflicht-Versicherung. Dadurch sind befreit Sie von einer der größten Lasten: Ihrem Haftungsrisiko. Denn als Bauherr sind Sie verantwortlich für alle Gefahren auf Ihrer Baustelle.

Unter anderem auch für alle Unfälle. Egal ob Passanten, spielende Kinder oder Arbeiter – bei einem Unfall haften Sie. Die Bauherrenhaftpflicht-Versicherung schützt gelegentliche Besucher der Baustelle, ob eingeladen oder ungebeten. Sie übernimmt im Schadensfall die Kosten. Zusätzlich schützt diese Bauversicherung  Sie als Bauherr vor unberechtigten Ansprüchen. So sind Sie aus dem Schneider und sparen Geld und Nerven.

Wollen Sie selbst am Bau mitarbeiten oder beschäftigen Sie Nachbarn und Freunde? Dann brauchen Sie zusätzlich eine Bauhelfer-Versicherung. Auf diese Weise schützt sie alle Mitarbeiter im Fall eines Unfalls. Daher müssen Sie für ärztliche Behandlungen oder andere Kosten nicht selbst aufkommen. Denn auch hier greift die Versicherung.

Falls Sie ein Unternehmen mit dem Bau beauftragt haben, ist dieses im Normalfall selbst versichert. Erkundigen Sie sich aber lieber vorher noch einmal genau. Denn geht doch etwas schief, sollen Sie am Ende nicht dafür bezahlen müssen.

2. Welche Versicherung braucht man – vor dem Einzug?

Nachdem aus Ihrer Baustelle ein Haus geworden ist, können Sie in Ihr neues Heim einziehen. Die Gefahren der Bauphase sind überstanden. Trotzdem müssen Sie sich bereits vor dem Einzug erneut versichern. Denn auch im Alltag lauern eventuelle Gefahren für Sie und Ihr neues Heim.

Als Hausbesitzer und Vermieter brauchen Sie nun eine Haus- und Grundbesitzerhaftpflicht-Versicherung. Denn als Besitzer und Vermieter sind Sie für die Sicherheit auf Ihrem Grundstück verantwortlich. Genauer gesagt müssen Sie für den Schutz von Passanten, Mietern und Gästen sorgen. Egal ob sie Ihr Grundstück betreten oder nur auf dem Gehweg passieren.

Falls ein Passant verunglückt, haften Sie. Schlimmstenfalls kann das Forderungen in Millionenhöhe nach sich ziehen! Diese Versicherung schützt Sie vor den finanziellen Folgen von Sach- und Personenschäden.

Tipp:

Wenn Sie das Haus ausschließlich zu privaten Zwecken nutzen, reicht übrigens eine private Haftpflichtversicherung. So können Sie sich die Haus- und Grundbesitzerhaftpflicht-Versicherung sparen.

In einigen Bundesländern ist eine Wohngebäude-Versicherung Pflicht. Diese Bauversicherung schützt Sie speziell vor den Launen der Natur: Denn sie gefährden potenziell Sie und Ihr Heim! Nur diese Versicherung schützt Ihr Haus bei Schäden durch Wasser, Feuer und Unwetter. Nachdem zum Beispiel Ihr Dach von einem Sturm abgedeckt wurde, übernimmt die Versicherung die Kosten für die Reparatur. Auf diese Weise sparen Sie sich viel Geld.

Abschließend empfehlen wir Ihnen noch eine Hausrat-Versicherung. Die schützt Ihr Hab und Gut. Denn im Fall eines Diebstahls oder einer Beschädigung tut der Verlust eines persönlichen Gegenstandes Ihnen im Herzen weh. Doch immerhin zahlen nicht Sie für den Ersatz, sondern die Versicherung.

3. Ihre Vorteile – So profitieren Sie…

Der Nachthimmel ist von Blitzen erhellt. Ein dunkles Grollen ist in der Ferne zu hören. Zusätzlich peitscht der Wind ums Haus. Aus der warmen Geborgenheit Ihres Hauses heraus ist so ein Gewitter schön anzusehen.

Doch haben Sie sich schon einmal Gedanken darüber gemacht, was bei einem Blitzeinschlag passiert? Dadurch kann Ihr Haus leicht in Gefahr geraten. Denn ein beschädigtes Dach kann Sie teuer zu stehen kommen.

Oder gehen wir mal nur von einem harmlosen Unwetter aus. Auch hier wird Ihr Haus durch Hagel, Wind und Regen gefährdet. Stellen Sie sich vor, Sie betrachten nach einem Unwetter den entstandenen Schaden: Vielleicht hat der Wind ein paar Dachziegel weggerissen. Unter Umständen hat der Hagel auch ein Fenster zertrümmert. Oder der Keller steht unter Wasser.  Wer wird das bezahlen?

Wenn Sie versichert sind, müssen Sie nicht für solche Schäden aufkommen. Denn die Versicherung übernimmt in diesen Fällen die Kosten. Sie müssen nur anrufen und Bescheid geben: Schon sind Ihre Sorgen vom Winde verweht.

In vielen Situationen bietet Ihnen eine Bauversicherung finanzielle Sicherheit. Dadurch sind gegen fast alle Eventualitäten gewappnet. Vorausgesetzt natürlich, Sie haben die Verträge rechtzeitig unterschrieben. Außerdem müssen Sie ihre Beiträge regelmäßig zahlen. Im Vergleich zu den horrenden Kosten, die Ihnen im Schadensfall ohne Versicherung entstehen können, ist Ihr Beitrag minimal.

Sparen Sie also nicht am falschen Ende. Denn Bauversicherungen machen Ihnen das Leben leichter. So schlafen Sie auch bei Unwetter ruhig.

Schutz

Mit den richtigen Versicherungen trotzen Sie allen Gefahren. Denn im Schadensfall sind Sie optimal geschützt: Versicherungen nehmen Ihnen die Kosten ab, während Sie den Schaden beheben lassen. So wird der Ausgangszustand vor dem Unglück wiederhergestellt und Ihr Bauvorhaben kann weitergehen. Ebenfalls bekommen Sie Ihr verlorenes Hab und Gut ersetzt.
Auch Ansprüche auf Schadenersatz oder ärztliche Behandlungen nach einem Unfall sind teuer. Eine Versicherung schützt Sie und Ihren Geldbeutel. Leider ist der nach einem Bauvorhaben meist sowieso empfindlicher denn je. Wenn Sie versichert sind, haften Sie nicht. Sondern die Versicherung zahlt. Dementsprechend sind Sie finanziell sicher und auch sonst rundum geschützt.

Sicherheit

Eine Versicherung nimmt Ihnen einen großen Teil Ihrer Verantwortung ab. Z.B. kann ein Bauherr für alle Gefahren auf seiner Baustelle verantwortlich gemacht werden. Doch mit einer Versicherung fällt diese Last von Ihren Schultern. Somit stützt sie Ihr Vorhaben und gibt Ihnen finanzielle Sicherheit. Damit Sie Ihre Pläne unbesorgt verwirklichen können.
Besonders wenn Ihr Haus den Launen der Natur oder der Menschheit trotzen muss. Auch wenn Unwetter, Vandalismus, Diebstahl, Rohrbruch und viele andere Gefahren Ihr Haus und Ihren Besitz gefährden. Denn Ihre Bauversicherung springt im Ernstfall für Sie in die Bresche.

Geld

Stellen Sie sich vor, ein Brand zerstört Teile Ihres Hauses. Dadurch entsteht ein großer  Schaden. Meist viel teurer als alle Beiträge, die Sie je an die Versicherung entrichtet haben. Dann hat sich die Versicherung schon ausgezahlt.
Bei einem relativ geringen Beitrag von ein paar Hundert Euro im Jahr bieten Ihnen einige Versicherungen Schutz in Millionenhöhe! Was Sie sich ohne Versicherung also niemals leisten könnten, bekommen Sie so fast geschenkt.

Ein weiteres Schreckensszenario ist, Sie sind nicht versichert und werden verklagt. Da klopft der finanzielle Bankrott an die Tür.
Auch wenn der schlimmste Fall hoffentlich nie eintritt: Seien Sie froh, versichert zu sein. Denn dann können Sie sich entspannen.

Zeit

Ein Anruf genügt und die Versicherung kümmert sich um alles.

Ihre Bauversicherung

  • sagt Ihnen, was zu tun ist
  • erstellt Gutachten
  • zahlt im Notfall auch lebenslang Schadensersatz für einen Verunglückten

Demzufolge verschwenden Sie Ihre Zeit nicht mit langen Verhandlungen. Das bedeutet, Sie haben mehr Zeit, sich um die wichtigen Dinge des Lebens zu kümmern!

Nerven

Mit einer Versicherung sind alle Gefahren für Ihr Haus und Ihren Besitz aus Ihrem Kopf gestrichen. Denn auf den Schutz der Versicherung können Sie vertrauen. Da die Bauversicherung im Schadensfall die Kosten übernimmt und Ihnen Geldsorgen erspart. Demzufolge brauchen Sie um Ihr Hab und Gut keine Angst zu haben.
Lehnen Sie sich einfach zurück und genießen Sie das Leben in Ihrem neuen Heim. Ihre Versicherung hält Ihnen dabei Kopf und Rücken frei.

4. Bauleistungs-Versicherung

Was die Vollkasko-Versicherung für Ihr Auto ist, das ist die Bauleistungs-Versicherung für Ihren Hausbau. Schon während der Bauzeit schützt sie vor eventuellen Schäden an Haus und Baustelle. Egal ob beim Roh-, Aus- oder Umbau – auf diese Versicherung sollten Sie nicht verzichten.

Nachts, wenn Sie schlafen, ist Ihre Baustelle besonders gefährdet. Denn ungebetener Besuch kommt allzu gern auf Ihr verlassenes Grundstück. Dagegen helfen Verbotsschilder und Bauzäune nur wenig. Was also, wenn sich mal ein Sprayer an Ihrer Fassade verewigt? Oder falls sich Vandalen Ihre gerade eingebauten Fenster zerschlagen?

Mit der Bauleistungs-Versicherung sind Sie auf alles vorbereitet! Denn damit sind Sie gegen Schäden an Bauleistungen und Baumaterial abgesichert, die von Personen verursacht wurden. Ebenso schützt sie vor Zerstörung durch natürliche Ursachen. Denn diese Bauversicherung übernimmt die Kosten für Reparaturen, Baumaterial, Arbeiter und sonstige Aufräumarbeiten. Das Endergebnis ist Ihr völlig wiederhergestellter Bau – als wäre der Unglücksfall nie gewesen.

Mit der Bauleistungs-Versicherung können Sie sich beruhigt zurücklehnen und den Baufortschritt entspannt beobachten. Finanzielle Sorgen kennen Sie ebenso wenig wie die Angst vor Beschädigungen. Denn weder Mensch noch höhere Gewalt kann Ihr Bauvorhaben finanziell gefährden.

Die Bauleistungs-Versicherung versichert Schäden durch

  • Sturm, Frost, Hagel und Regen sowie Leitungswasser
  • Fahrlässigkeit oder Böswilligkeit der Arbeiter
  • Eindringlinge
  • Diebstahl fest installierter Teile (z.B. Heizungsrohre)

Die Versicherung übernimmt die Kosten für

  • Schadensgutachten
  • Aufräumarbeiten
  • Baumaterialien
  • Streik

Die übliche Laufzeit Ihres Vertrags entspricht der Bauzeit. Sobald Ihr Haus also bezugsfertig ist, endet auch diese Versicherung.

5. Bauherrenhaftpflichtversicherung

Die Bauherrenhaftpflicht-Versicherung kommt Ihnen als Bauherr besonders entgegen. Denn sie ist speziell an Ihre Bedürfnisse angepasst.

Als Bauherr tragen Sie die volle Verantwortung für Ihr Vorhaben und alle damit verbundenen Gefahren. Obwohl Sie einen Architekt, Handwerker und viele andere Helfer beauftragen. Allerdings können die bei einem Fehler die Verantwortung von sich weisen und Ihnen übertragen. Auch wenn Sie selbst am wenigsten etwas mit dem entstandenen Schaden zu tun haben. Damit Sie dafür nicht zahlen müssen, gibt es die Bauherrenhaftpflichtversicherung.

Außerdem schützt Sie diese Versicherung vor möglichen Ansprüchen Dritter. Es geschieht schnell, dass ein Passant, z.B. bei Dunkelheit, über herumliegendes Baumaterial stolpert oder sich mit Farbe übergießt. Zwar ist Schadenfreude bekanntlich die schönste Freude, doch Sie sollten sich das Grinsen besser verkneifen. Denn eine Klage auf Schadenersatz kann Sie teuer zu stehen kommen.

Auch das kennen Sie sicher: „Betreten verboten“ – Schilder erhöhen den Reiz anstatt abzuschrecken. Haben Sie noch nie neugierig durch ein Loch im Zaun geschielt und überlegt, was dahinter steckt? Baustellen ziehen besonders Kinder magisch an. So kann es schnell passieren, dass ein Kind beim Entdecken Ihrer Baustelle in eine Grube fällt. Obwohl Eltern für ihre Kinder haften sollten, werden Sie verantwortlich gemacht. Doch die Bauherrenhaftpflichtversicherung befreit Sie von der Haftung.

Setzen Sie also nicht Ihre Sorgfaltspflicht leichtsinnig aufs Spiel. Vielmehr sollten Sie rechtzeitig vor Baubeginn eine Bauherrenhaftpflicht-Versicherung beantragen. Dabei läuft die Bauversicherung vom ersten Spatenstich bis zum Einzugstermin.

6. Bauhelfer-Versicherung

Viele Bauherren packen beim Hausbau selbst mit an. Auch Freunde und Nachbarn helfen gerne mit. Das spart Ihnen nicht nur Geld, sondern gibt Ihrem Haus auch eine persönliche Note. Soll Ihr Freund den ersten Stein setzen? Oder Sie selbst den letzten? Die Bauhelfer-Versicherung schützt bei solchen Eigenleistungen.

Freunde und Bekannte können einer sachverständigen Firma beim Hausbau jederzeit unter die Arme greifen. Achten Sie jedoch darauf, dass Sie vorher die Bauhelfer-Versicherung abgeschlossen haben! Denn nur dann sind Ihre fleißigen Helferlein im Fall eines Unfalls auch versichert.

Tipp:

Natürlich können Sie auch selbst mit anpacken. Aber Vorsicht: Die Bauhelfer-Versicherung gilt nicht automatisch für Sie als Bauherr! Bei der Bau-Genossenschaft können Sie sich aber zusätzlich versichern lassen.

Ihre Mitarbeiter müssen Sie bei der Bau-Berufsgenossenschaft melden. Denn jeder Helfer ist beitragspflichtig. Der Beitrag richtet sich nach den geleisteten Arbeitsstunden, dem bezahlten Entgelt und der Art der Tätigkeiten. Er beträgt etwa 1,50 Euro pro Stunde.

Die Bauhelfer-Versicherung versichert Unfälle bei der Arbeit und auf dem Weg dorthin. Sie übernimmt ärztliche Behandlungen und – im schlimmsten Fall – Geldleistungen an Hinterbliebene.

7. Feuerrohbau-Versicherung

Der Rohbau ist die Grundlage für Ihr Traumhaus. Allerdings ist der Rohbau stark durch Brände gefährdet. Zum Beispiel können Arbeiten im Elektrobereich einen vermeintlich harmlosen Kurzschluss verursachen. Doch schnell kann ein Kabelbrand herumliegendes Baumaterial entzünden. Und schon geht Ihr Traum in Flammen auf!

Auch ein Blitzschlag oder eine explodierende Gasleitung  können starke Schäden anrichten. In diesen Fällen greift die Feuerrohbau-Versicherung.

Sie versichert Ihren Rohbau gegen Schäden durch Brand, Blitz und Explosionen. So tragen nicht Sie die Kosten, sondern die Versicherung. Im Notfall stellt sie den Rohbau wieder auf und den Ausgangszustand wieder her. Ohne zusätzliche Kosten für Sie!

Tipp:

Viele Unternehmen bieten die Feuerrohbau-Versicherung inklusive anderer Leistungen an. Zum Beispiel zusammen mit der Wohngebäude-Versicherung. Die schließt dann nahtlos an die Feuerrohbau-Versicherung an, sobald Ihr Haus steht. So entstehen Ihnen keine Extra-Kosten und Sie sind durchgehend versichert!

8. Wohngebäude-Versicherung

Nach der Bauphase muss Ihr Haus Wind und Wetter trotzen. Dazu gibt es die Wohngebäude-Versicherung. In manchen Regionen ist sie sogar Pflicht, und das aus gutem Grund.

Besitzen Sie ein Ein- oder Mehrfamilienhaus? Haben Sie ein Gebäude, bei dem nicht mehr als die Hälfte gewerblich genutzt wird? Dann sollten Sie diese Versicherung unbedingt abschließen. Damit Sie Ihr neues Heim genießen können – und Ihr Traumhaus nicht zu einem Albtraum wird.

Falls Sie sich erinnern: Während des Baus war Ihr Haus durch die Feuerrohbau-Versicherung vor Brandschäden geschützt. Und nun? Jetzt bewahrt Sie Ihre Wohngebäude-Versicherung vor den finanziellen Folgen von Unwettern und Co. Wenn Reparaturen anfallen, übernimmt die Bauversicherung die Kosten. Darüber hinaus entschädigt sie den Aufwand, lässt Sie den Schaden beseitigen und den Ausgangszustand wiederherstellen.

Die Wohngebäude-Versicherung besteht im Normalfall aus diversen einzelnen Versicherungen. Diese können Sie beliebig miteinander kombinieren. Ganz wie es Ihrem Wunsch nach Sicherheit entspricht.

Kombinieren Sie Ihre individuelle Wohngebäude-Versicherung aus den einzelnen Versicherungen zu folgenden Gefahren:

  • Feuer
  • Leitungswasser
  • Sturm und Hagel
  • Elementarschaden
  • Glasbruch

Die Leistungen der verschiedenen Anbieter unterscheiden sich hier stark. Manche versichern zusätzlich gegen Blitzschlag, Explosion und Implosion sowie Frost. Zusätzlich empfiehlt sich in bestimmten Regionen auch eine Versicherung gegen Überschwemmung, Erdbeben, Erdrutsch oder Lawinen. Diese nennt sich dann erweiterte Elementarschaden-Versicherung. Wie Sie sich absichern, hängt ganz von Ihrem Standort ab.

Schließen Sie also je nach Bedarf alle Versicherungen ab oder nur eine. In der Regel fahren Sie mit einer Kombination am besten. Denn bei vielen Anbietern erhalten Sie so günstigere Angebote und Rabatte. Falls Ihr Wohnzimmer einmal unter Wasser steht, bekommen Sie so oft z.B. eine Ersatzunterkunft. Als Gratis-Bonus, sozusagen.

Die Feuerrohbau-Versicherung bekommen Sie oft ebenfalls inklusive. Vorausgesetzt, Sie schließen die Wohngebäudeversicherung ab, wenn Sie mit dem Bau beginnen.

Die Höhe Ihrer Prämie hängt von der Bauart und dem Standort Ihres Hauses ab. Ein zerbrechliches Holzhäuschen im Überschwemmungsgebiet ist teuer. Ebenso eines im Erdbebengebiet. Dagegen sind massiv gebaute Häuser mit Hartdach günstiger zu versichern.

Ihre Versicherungssumme wird jährlich neu berechnet. Ausgangspunkt ist dabei der so genannte „gleitende Neuwert“ Ihres Hauses, der sich von Jahr zu Jahr ändert. Die Versicherungssumme entwickelt sich entsprechend zum Baukostenindex. Außerdem variieren Ihre zu zahlenden Beiträge abhängig vom so genannten Prämienfaktor, der entsprechend dem Baukostenindex jährlich neu berechnet wird. Bei Fragen wenden Sie sich einfach an Ihren Fachmann bei Ihrer Versicherung.

9. Haus- und Grundbesitzerhaftpflicht-Versicherung

Wenn es im Winter Schnee und Eis gibt, kann ein Passant schnell einmal ausrutschen. Falls das auf Ihrem Grundstück passiert, können Sie dafür verantwortlich gemacht werden.
Die Haus- und Grundbesitzerhaftpflicht-Versicherung schützt Sie vor den finanziellen Folgen solcher Personenschäden.

Personenschaden

Als Hausbesitzer und gleichzeitiger Vermieter sind Sie für die Verkehrssicherheit auf Ihrem Grundstück verantwortlich. Denn das ist vom Gesetzgeber vorgeschrieben. So tragen Sie auch die Verantwortung für eventuelle Sicherheitsmängel – wie zum Beispiel vereiste Wege.

„Aber ich kann doch nichts dafür, wenn es nachts glatt wird!“, sagen Sie sich. Das nicht, aber Sie können etwas dafür, wenn es so bleibt. Als Hausbesitzer sind Sie nämlich für sichere Wege verantwortlich. Dazu gehört auch das Streuen bei Glatteis. Sogar, wenn einer Ihrer Mieter die Streupflicht vernachlässigt! Denn dann sind Sie ebenfalls schuld.

Will ein verunglückter Passant nun Geld von Ihnen, kann Sie das teuer zu stehen kommen. Bei Berufsunfähigkeit sind mitunter auch Forderungen in Millionenhöhe möglich.  Laut Gesetz sind Sie verpflichtet zu bezahlen. Unbegrenzt! Egal ob für langwierige ärztliche Behandlungen, Schadenersatz oder lebenslange Rente. Ohne Versicherung muss Ihr Geldbeutel herhalten. Gerade nach dem Hausbau ist das ein besonders ungünstiger Zeitpunkt.

Sorgen Sie also vor – mit der Haus- und Grundbesitzerhaftpflicht-Versicherung! Die befreit Sie bei Unfällen anderer Personen von der Haftung. Auch wenn ein Dachziegel von Ihrem Dach und einem Passanten auf den Kopf fällt. Oder ein Mieter die glatt gebohnerte Treppe hinabstürzt. Zwar kann die Bauversicherung, nicht heilen, aber sie übernimmt alle finanziellen Folgen. So bekommt der Verunglückte die optimale Behandlung. Und Sie sparen viel Geld.

Sachschaden

Die Haus- und Grundbesitzerhaftpflicht-Versicherung gilt aber nicht nur für Personenschäden. Auch bestimmte Sachschäden sind mitversichert. Das gilt zum Beispiel, wenn es in Ihrem Haus brennt und das Feuer auf anliegende Gebäude übergreift. Dadurch kann ein großer Schaden entstehen, den Sie wieder gut machen müssen. Denn indirekt sind Sie schließlich dafür verantwortlich. Die Versicherung schützt Sie jedoch, indem sie die Kosten übernimmt. So können Sie den Schaden an Nachbars Haus schnell beheben, ohne dafür haften oder zahlen zu müssen. Und um den Schaden an Ihrem eigenen Haus kümmert sich zum Glück Ihre Wohngebäude-Versicherung.

Tipp:

Nutzen Sie Ihr Haus ausschließlich zu privaten Zwecken, reicht eine private Haftpflicht-Versicherung. Lesen Sie einfach die Bedingungen über Ihren Versicherungsschutz. Oder fragen Sie beim Experten nach. Gewöhnlich schützt Sie die private Haftpflicht gegen finanzielle Folgen von Personen- und Sachschäden. Und zahlt für Sie.

10. Hausrat-Versicherung

An unseren Besitztümern hängen viele Erinnerungen und oft steckt darin auch viel Geld. Grund genug, Ihr Hab und Gut gegen Diebstahl, Feuer und andere Gefahren zu schützen – mit der HausratVersicherung.

Ein Haus ohne Einrichtung ist kein Heim. Oder fühlen Sie sich in nackten Wänden zuhause? Ohne kuscheliges Bett, gemütliches Sofa, schöne Bilder und persönliche Gegenstände? Denn erst die machen ein Haus zu Ihrem Heim.

Ihr Haus beherbergt also nicht nur Sie und Ihre Familie. Neben Mensch und Tier versammeln sich unzählige Möbel, Kleidungsstücke, Haushaltsgeräte und Wertsachen. Dementsprechend sollten Sie Ihre Habe schützen, indem Sie es versichern.

Diebstahl

Auch Alarmanlagen und Sicherheitsschlösser bieten Sicherheit. Doch manchmal halten selbst sie Einbrecher nicht ab. Dann geraten Ihre Wertsachen, wie z.B. der Fernseher und die Stereoanlage in Gefahr.

Falls es tatsächlich einmal zu solch einer Situation kommen sollte, hilft Ihnen die Hausrat-Versicherung! Denn die versichert Ihren so genannten Hausrat, oder schöner ausgedrückt: Ihren persönlichen Besitz.

Die Erinnerung an persönliche Gegenstände kann die Versicherung Ihnen zwar nicht wieder geben. Aber immerhin macht sie den finanziellen Verlust wieder wett! Denn sie zahlt Ihnen den Wert der gestohlenen oder beschädigten Geräte. So können Sie das Verlorene wieder anschaffen.

Sachschaden

Die Hausrat-Versicherung greift nicht nur bei Diebstahl. Sie versichert Ihr Hab und Gut auch gegen Schäden. Stellen Sie sich vor, in Ihrem Haus platzt zum Beispiel eine Rohrleitung.

Dann stehen z.B. Bad und Küche plötzlich unter Wasser! Der Schaden ist groß, denn das Wasser beschädigt nicht nur Bodenbelag und Schränke. Auch elektrische Geräte versagen.

Gegen all das sind Sie mit der Hausrat-Versicherung gewappnet. Sie ersetzt alle beschädigten oder entwendeten Gegenstände im Haushalt. Dementsprechend sind Schäden durch Räuber und Vandalen versichert. Darüber hinaus erstattet Ihnen diese Bauversicherung auch bei

  • Sturm
  • Wasser (z.B. Rohrbruch)
  • Hagel
  • Feuer

das Geld für Ihr Eigentum. So können Sie alles wieder besorgen.

Wenn Sie noch mehr Sicherheit wünschen, dann empfehlen wir zusätzlich eine Glasversicherung. Die ersetzt Ihnen zum Beispiel zerstörte Fenster.

11. Bauversicherungsvergleich – vergleichen Sie Angebote

Beachten Sie vor dem Abschluss einer Versicherung, dass nicht jeder Anbieter den gleichen Schutz bietet. Denn Leistungen, Angebote und Laufzeiten unterscheiden sich von Anbieter zu Anbieter zum Teil erheblich. So bieten einige Versicherungen einen kostenlosen Zusatzschutz gegen Feuer bei Abschluss einer Wohngebäude-Versicherung. Andere dagegen wollen Ihnen eine teure Feuerrohbau-Versicherung extra unterjubeln.

Auch bei den besten Anbietern gibt es Lücken im Versicherungsschutz. Verschiedene Klauseln setzen fest, was genau versichert ist und was nicht. Oft ist es sehr schwierig, auf alle Eventualitäten vorbereitet zu sein. Da Versicherungen nicht alle Notfälle abdecken. Lesen Sie Leistungen und Bedingungen also genau durch, bevor Sie unterschreiben. Den perfekten Versicherungsschutz gibt es leider selten.

Achten Sie auf jeden Fall auf das Verhältnis zwischen Preis und Leistung. Außerdem auf die Höhe des Schutzes, den Ihre Versicherung bietet. Personenschäden zum Beispiel sind teuer. Ansprüche auf Schadenersatz bei der Haus- und Grundbesitzerhaftpflicht-Versicherung sollten daher etwa bis zu 5 Millionen Euro reichen.

Abgesehen vom Inhalt können noch die Namen der Verträge leicht variieren. Doch ob „Haus- und Grundbesitzerhaftpflicht“, „Grundstückshaftpflicht-Versicherung“ oder doch lieber „Haus- und Grundstückshaftpflicht-Versicherung“ – Hauptsache der Inhalt stimmt!

12. Sammeln Sie Informationen

Bevor Sie sich beraten lassen, legen Sie sich alle wichtigen Informationen zu Ihrem Bau bereit. Denn der Fachmann bei Ihrer Versicherung braucht diese Infos, um ein passendes Angebot für Sie zu erstellen.

Die Wohngebäude-Versicherung lässt sich zum Beispiel auf verschiedene Arten berechnen. Zum einen ist es hilfreich, die Anzahl der Quadratmeter Ihres Hauses zu kennen. Oder die Anzahl der Kubikmeter umbauter Raum. Letzteres errechnet sich, indem Sie die Grundpläne zur Hand nehmen und in jedem ausgebauten Stockwerk Breite mal Höhe mal Länge nehmen. Die Versicherungssumme lässt sich auch nach dem so genannten Wert 1914 berechnen. Den entnehmen Sie zum Beispiel Ihrer Feuerversicherung.

Beim Umbau eines Hauses ist es hilfreich, die gesamte Bausumme zu kennen sowie den Wert des Hauses vor Beginn der Bauarbeiten. Außerdem spielt es eine Rolle, welche Art von Sanierung stattfindet und wie Ihr Haus eingerichtet werden soll. Ein Beispiel wäre eine Kernsanierung mit anschließender gehobener bis luxuriöser Ausstattung.

Eine weitere Information, die Sie brauchen, ist die Anzahl der (ausgebauten) Stockwerke sowie der Wohn- und Büroeinheiten. Falls Sie Ihr Haus nur umbauen und nicht neu errichten, bringen Sie außerdem das Baujahr des Hauses in Erfahrung und ob es unter Denkmalschutz steht. Denn ein historisches Gebäude braucht einen anderen Schutz als ein Neubau.

13. Prüfen Sie Ihren Vertrag

Nachdem Sie Angebote eingeholt und verglichen haben, liegt am Ende ein unterschriebener Vertrag auf Ihrem Schreibtisch. Aber lehnen Sie sich noch nicht beruhigt zurück. Denn nicht nur vor dem Unterschreiben müssen Sie Ihren Vertrag genau prüfen. Sondern auch danach! Denn oft bekommen Sie die genauen Konditionen erst noch zugeschickt, als Bestätigung für die Akten.
Leider stimmen nach Abschluss der Versicherung aber nicht immer alle Daten. Die genaue Adresse ist zum Beispiel entscheidend für den richtigen Versicherungsschutz. Reklamieren Sie daher umgehend, wenn eine falsche Straße oder Hausnummer im Vertrag steht. Denn Sie wollen schließlich nicht das Haus des Nachbarn versichern, sondern Ihr eigenes.
Prüfen Sie den Vertrag auch sonst auf seine Richtigkeit. Zum Beispiel, ob die Leistungen mit dem übereinstimmen, was Sie beantragt haben. Oder ob der Versicherungsschutz hoch genug ist.

Bei Fragen wenden Sie sich einfach an Ihren Fachmann bei der Versicherung. Der ist verpflichtet, Ihnen zur Seite zu stehen und hilft Ihnen gerne weiter. Notieren Sie sich also gleich beim ersten Telefonat den Namen Ihres Beraters. Der kennt sich dann von Anfang an mit der Materie aus. Und bei weiteren Fragen kann er Ihnen schneller weiterhelfen.

14. Letzter Ausweg Rechtsschutz-Versicherung

Und sollte sich Ihre Versicherung doch mal quer stellen – im schlimmsten Fall haben Sie ja immer noch Ihre Rechtsschutz-Versicherung. Schließen Sie diese also auf jeden Fall bei einem anderen Anbieter ab als Ihre restlichen Versicherungen. Denn gegen sich selbst zieht wohl keine Versicherung vor Gericht. Ein anderer Anbieter unterstützt Sie dagegen im Notfall.

Holen Sie also unbedingt verschiedene Angebote ein, bevor Sie sich entscheiden. Ein individuelles Beratungsgespräch ist ebenfalls Pflicht. Denn nur so finden Sie den für Sie maßgeschneiderten Versicherungsschutz.