Balkon

Balkon

Ob Partyrunden oder in Ruhe die frische Luft genießen – ein Balkon ist eine echte Alternative zum Garten. Und ganz nebenbei erhöhen Sie mit einem Balkon den Wert Ihres Hauses. Mehr über diesen architektonischen Blickfang gibt es hier.

1. So praktisch ist ein Balkon

Ein Balkon kann vielseitig genutzt werden. Ob als private Erholungsoase direkt am Haus, als kleiner Garten oder einfach nur als zusätzlicher Wohn- und Stauraum: Ein Balkon bietet viel Platz für Ihre Ideen. Vor allem, wenn man keinen eigenen Garten vor der Haustüre hat, ist der Balkon eine interessante Alternative. Noch zu Hause und trotzdem in der Natur: Als Minigarten hat ein Balkon viel zu bieten.
Ein Balkon bietet neben den praktischen Vorteilen auch einen großen optischen Reiz. Als Highlight wertet er das Erscheinungsbild Ihres Hauses auf. Und nicht nur das: Ein Balkon erweitert die Wohnfläche Ihres Hauses. So gewinnt es auch an finanziellem Wert.

2. Die Tragplatte

Meist ist die Tragplatte aus Beton. Auf ihr ruht der gesamte Balkon, daher ist sie besonders fest und stabil. Die Tragplatte ist mit einem Estrich bedeckt. Diese spezielle Schicht schützt die Platte vor Wasser. Sie dient als Schutzmantel und hält das Fundament trocken. Eine andere Variante ist ein Balkon ganz aus Holz. Hier ist dann auch die Tragfläche aus Holz.

3. Die Nutzschicht

Auf die Tragplatte wird die Nutzschicht aufgetragen. Diese können Sie je nach Geschmack mit Fliesen, Holz oder Kunststoffplatten gestalten. Fliesen sind besonders widerstandfähig und leicht zu pflegen. Daher sind sie ideal für den Einsatz auf dem Balkon. Auch bei der farblichen Gestaltung haben Sie mit Fliesen eine große Auswahl. Achten Sie besonders auf eine gute Entwässerung des Balkons. Dann bleiben die Fliesen auch lange schön und haltbar. Ein Holzbelag sorgt auch an kühleren Tagen für warme Füße. Denn: Holz kann Wärme speichern. So kühlt es nicht so schnell aus wie ein Fliesenboden. Allerdings ist ein Belag aus Holz empfindlicher gegen Witterungseinflüsse und muss daher mehr gepflegt werden. Eine Alternative zu Holz sind Platten aus Kunststoff. Sie sind sehr pflegeleicht und langlebig. Kunststoff-Platten gibt es außerdem in nahezu allen Farben und Größen. Noch ein Tipp: Natursteine liegen derzeit im Trend. Als Terrassen- und Balkonbelag sind sie sehr beliebt. Jedoch sind Natursteine besonders empfindlich gegen Feuchtigkeit. Daher ganz wichtig: Verlegen Sie die Steine auf so genanntem Einkornmörtel. So wird das Regenwasser, das über die Fugen nach unten dringt, optimal abgeführt und der Belag bleibt trocken und lange haltbar.

4. Das Geländer

Wählen Sie das Geländer passend zu Ihrem Haus aus. Es gibt verschiedene Materialien für Balkon-Brüstungen: Holz, Aluminium, Edelstahl, Glas oder Kunststoff. Ein Geländer aus Holz wirkt besonders natürlich und schön. Dafür ist es pflegeintensiver als andere Materialien. Ungefähr alle fünf Jahre ist ein Anstrich fällig. Nie mehr streichen müssen Sie dagegen mit Kunststoff-Geländern. Sie gibt es in allen Farben und auch in Holzoptik. Sehr pflegeleicht und edel sind Brüstungen aus Edelstahl und Glas. Sie passen vor allem zu modern gestalteten Hausfassaden. Zum Schutz Ihrer Privatsphäre empfiehlt sich eine Verkleidung für den Balkon. Gestalten Sie die Brüstung zum Beispiel mit Markisenstoff, Schilfstrohmatten oder Bastmatten. Sehr dekorativ sind auch bewegliche Elemente wie ein Paravent. Er erfüllt den gleichen Zweck, kann aber bei Bedarf zur Seite geschoben werden. Entscheiden Sie sich einfach für das Material, das am besten zu Ihrem Haus und zu Ihren Bedürfnissen passt.

5. Ein Balkon im Nachhinein

Am besten, Sie entscheiden sich schon während der Planungsphase Ihres Hauses für einen Balkon. Aber auch eine nachträgliche Installation ist heutzutage möglich. Mit speziellen Balkon-Anbautechniken erweitern Sie Ihr Zuhause ganz einfach und schnell. Ein System aus Aluminium-Stützen, einem Sockel und dem Balkon selbst erfüllt den Traum von Balkonien. Mit der modernen Technik bleibt auch die Außenhülle Ihres Hauses unbeschadet. Bevor Sie einen Balkon planen, lassen Sie sich in jedem Fall von einem Fachmann beraten. Er kann dann auch die Statik Ihres Hauses prüfen und feststellen, ob und wie ein Balkon sicher installiert werden kann.

6. Schützen Sie Ihren Balkon vor Nässe

in wichtiges Thema in Sachen Balkon ist die Entwässerung. Ohne richtigen Ablauf kann sich Feuchtigkeit zwischen Fundament und Belag stauen. Das führt zu Rissen und zu Unebenheiten. Daher ganz wichtig: Sorgen Sie für eine ausreichende Entwässerung für Ihren Balkon. Was Sie dazu brauchen:

  • In einer Rinne kann sich Regenwasser optimal sammeln und ablaufen. So läuft es nicht einfach über den Rand des Balkons hinaus. Das würde unschöne Spuren auf dem Belag hinterlassen und das Mauerwerk durchnässen.
  • Ein Fallrohr, das an die Regenrinne angeschlossen ist, lässt das Wasser kontrolliert abfließen. Achten Sie darauf, dass der Lauf immer frei von Laub und Schmutz ist.
  • Grundsätzlich ist es gut, wenn der Balkon zum Ablauf hin leicht geneigt ist. So staut sich kein Wasser auf der Fläche.
  • Bei einem Balkonbelag aus Fliesen müssen die Fugen besonders wasserdicht sein. So bleiben auch die unteren Schichten des Fundaments trocken und stabil.

7. Tipps für einen kindersicheren Balkon

Ganz wichtig ist eine kindersichere Brüstung. Ein einfaches Gitter kann gefährlich werden. Denn es lädt geradezu zum Klettern ein. Ein kindersicheres Gitter hat zwischen den senkrechten Streben einen Abstand von maximal 12 Zentimetern. So passen weder Kinderfüße noch Köpfe dazwischen. Waagerechte Streben werden ebenfalls gern als Kletterhilfe verwendet. Am besten lassen Sie sie bei der Balkonplanung gleich weg. Oder Sie decken die Streben mit einer anderen Verkleidung ab. Dann spielen Ihre Kinder garantiert sicher auf dem Balkon. Achten Sie auch bei der Wahl des Bodenbelags auf Kindersicherheit: Dieser sollte besonders rutschfest sein.

8. Setzen Sie farbliche Akzente

Mit Pflanzen wird es auf Ihrem Balkon erst so richtig gemütlich. Die Klassiker unter den Balkonpflanzen sind Geranien. Sie blühen in Weiß, Rot oder Violett und eignen sich besonders gut für den Außenbereich. Beliebt sind aber auch Drillingsblume, Engelstrompete, Eukalyptus, Fuchsien, Ginkgo, Lavendel, Männertreu, Oleander, Palmfarn, Passionsblumen, Petunien, Sonnenblumen, Vanilleblumen, Veilchen und Stiefmütterchen. Achten Sie nur bei der Auswahl der Balkonpflanzen darauf, dass die Blüten farblich zusammenpassen. Stimmen Sie den Balkon, das Haus und die Pflanzen aufeinander ab. So entsteht ein harmonisches Gesamtbild.

9. Ein kleiner Teich auf dem Balkon

Kaum zu glauben, aber selbst ein Balkon lässt sich mit der richtigen Idee effektvoll mit Wasser gestalten. Mit Holzbottichen in unterschiedlichen Größen und verschiedenen Wasserpflanzen wird Ihr Balkon zu einem echten Highlight. Ein kleiner Tipp: Stellen Sie die Kübel nicht direkt in die Sonne. Das Wasser heizt sich sonst zu sehr auf. Das kann den Pflanzen schaden. Ein Platz im Halbschatten ist ideal.

10. Setzen Sie Ihren Balkon ins richtige Licht

Mit einer stimmungsvollen Beleuchtung kommt Ihr Balkon auch abends besonders gut zur Geltung. Die Auswahl an Leuchten ist sehr groß. Auf große Terrassen passen fest installierte Wandleuchten oder Strahler. Mobile Leuchten, die einfach in Blumenkästen gesteckt werden, sind ideal für einen kleineren Balkon. Besonders praktisch sind Leuchten mit Dimmer. Sie sorgen sowohl bei Grill- und Partyabenden wie auch beim Lesen für das richtige Licht. Grundsätzlich gilt: Lampen für den Außenbereich müssen gegen Spritzwasser geschützt sein. Achten Sie beim Einkauf auf das Typenschild IP 44. Das garantiert einen sicheren Einsatz im Freien.

11. Wenn kleinere Reparaturen nötig sind

Ihr Balkon ist ständig Wind und Wetter ausgeliefert. Da können schon einmal kleine Risse und Unebenheiten entstehen. Mit einfachen Reparaturen kriegen Sie diese kleineren Schäden rechtzeitig in den Griff. Haben Sie einen Balkonboden aus Fliesen, können Sie die alten Fliesen ganz leicht unter neuen verschwinden lassen. Mit normalem Fliesenkleber verlegen Sie einfach Fliese auf Fliese. Schon gehören hässliche Risse oder Verfärbungen der Vergangenheit an. Es gibt aber auch arbeitssparendere Lösungen: Mit einer speziellen Imprägnierung machen Sie poröse Stellen oder Risse wieder wasserdicht. Einfach die Flüssigkeit auf den Fliesen verteilen und fünf Minuten einwirken lassen. Dann mit einem feuchten Lappen nachwischen und schon sind die Fugen wieder wetterfest versiegelt.

Auch ein Holzbalkon kann unter den Witterungseinflüssen leiden. Der Lack blättert ab oder die Farbe verblasst. Mit besonderen Holzlasuren für den Außenbereich lassen Sie das Holz wieder frisch aussehen. Einfach die Lasur in Richtung der Maserung des Holzes auftragen. Nach zwölf Stunden eine zweite Schicht auftragen. So ist das Material geschützt und bereit für jedes Wetter. Sie wollen es etwas bunter? Dann überstreichen Sie die Lasur mit speziellen Holzfarben. Ein kleiner Tipp: Mit Wetterschutz-Farben wird das Holz haltbarer und die Farbe sieht länger schön aus.

Grundsätzlich sollten Sie alle zehn Jahre die Statik Ihres Balkons von einem Fachmann überprüfen lassen. Dadurch stellen Sie sicher, dass Ihr Balkon keine baulichen Mängel hat. So genießen Sie weiterhin in aller Ruhe Ihren Balkon.

12. Der rechtliche Rahmen

Wenn Sie einen Balkon im Nachhinein montieren möchten, sollten Sie auf jeden Fall vorher mit dem zuständigen Bauamt sprechen. Oft benötigen Sie eine Genehmigung und müssen bestimmte Vorschriften in Bezug auf Größe und Gestaltung des Balkons einhalten. Diese sind von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich.

Gerade wenn es um die Balkon-Verkleidung geht, gibt es verschiedene behördliche Richtlinien zu beachten. Normalerweise möchte jeder seinen Balkon mit einem Sichtschutz vor zu neugierigen Blicken der Nachbarn abschirmen. Doch Vorsicht: Totale Verhüllungen zum Beispiel mit Vorhängen oder Ähnlichem werden vor Gericht als zu starke optische Beeinträchtigung betrachtet. Dagegen ist ein kleinerer Sichtschutz erlaubt. Für Mieter gilt grundsätzlich: Der Sichtschutz darf die Höhe der Brüstung nicht überschreiten und sollte farblich zur Hausfassade passen.

Auch des Deutschen Lieblingsbeschäftigung sorgt oft für Streit unter Nachbarn: das Grillen auf dem Balkon. In Mietshäusern gilt meistens ein „Qualmverbot“. Weichen Sie dann am besten auf einen elektrischen Grill aus. Ausnahme sind die Monate April bis September: In dieser Zeit dürfen Sie einmal pro Monat auf dem Balkon grillen, wenn die Nachbarn 48 Stunden vorher informiert werden.

13. Ein kleiner Tipp zu Balkonmöbeln

Mit einer stimmungsvollen Beleuchtung kommt Ihr Balkon auch abends besonders gut zur Geltung. Die Auswahl an Leuchten ist sehr groß. Auf große Terrassen passen fest installierte Wandleuchten oder Strahler. Mobile Leuchten, die einfach in Blumenkästen gesteckt werden, sind ideal für einen kleineren Balkon. Besonders praktisch sind Leuchten mit Dimmer. Sie sorgen sowohl bei Grill- und Partyabenden wie auch beim Lesen für das richtige Licht. Grundsätzlich gilt: Lampen für den Außenbereich müssen gegen Spritzwasser geschützt sein. Achten Sie beim Einkauf auf das Typenschild IP 44. Das garantiert einen sicheren Einsatz im Freien.