WC’s und Urinale

WC’s und Urinale – ein Überblick über verschiedene Arten von Toiletten

Das WC: Kein Badezimmer kommt ohne es aus. Die beiden Buchstaben sind ganz international. „WC“ kommt aus dem Englischen und steht für „water-closet“. Zu Deutsch: eine Sitztoilette mit Becken und Wasserspülung. Beim Urinal hingegen hängt das Becken an der Wand. Beide Produkte bezeichnet man als Sanitärkeramik.

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1. WC’s und Urinale – ein Überblick

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Zwei Bedeutungen
Das versteht man unter Sanitärkeramik:
1. Sanitärkeramik ist ein Rohmaterial. Aus diesem Material werden die Bad-Produkte hergestellt.
2. Sanitärkeramik ist der Name für ein Sortiment. Bad-Produkte wie Waschtische, WC`s und Urinale werden als Sanitärkeramik bezeichnet.

Sanitärkeramik: das Material für Ihr Bad …
Sanitärkeramik ist ein reines Naturprodukt mit extrem hoher Lebensdauer. Kaolin, Ton, Feldspat und Quarzsand werden gemahlen und mit Wasser gemischt. Die entstandene Masse wird in Gipsformen gegossen und die Stücke werden später von Hand nachbearbeitet.

Fürs Badezimmer ein WC
Die einfache Sitz-Toilette ist die traditionelle Variante für „kleine und größere Geschäfte“ im Bad. Die durchschnittliche Sitzhöhe liegt zwischen 42 und 55 cm. Vor allem für Rollstuhlfahrer ist die Sitzhöhe wichtig. Nur bei richtiger Einstellung ist ein problemloses Wechseln vom Rollstuhl auf den WC-Sitz möglich.

Urinale: fürs Badezimmer und öffentliche Einrichtungen
Ein Urinal ist ein wandhängendes Becken aus (Sanitär-)Keramik oder Edelstahl. Urinale sind in allen öffentlichen Einrichtungen zu finden. Doch auch in privaten Badezimmern sind sie immer mehr im Kommen. Urinale verbrauchen weniger Wasser als ein WC. Statt 9-14 Liter pro Spülung genügen hier 2 oder 3.

2. Wassersparende Toiletten und Urinale

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Der Wasserverbrauch bei herkömmlichen WC’s ist enorm: Durchschnittlich verbraucht man hier 9-14 Liter pro Spülung. Beim Urinal sind es weniger: zwischen 2 und 3. Doch es geht auch mit noch weniger. Ein „Wasserverbrauch“ von sage und schreibe 0 Litern ist möglich!

0 Liter pro Spülung: Urinale mir revolutionärer Technologie!
Ein integrierter Duftstein sowie die besondere Konstruktion des Siphons machen es möglich: Dieses Urinal funktioniert ohne einen Tropfen Wasser – völlig geruchsfrei. Es gibt unterschiedliche Technologien der wasserlosen Urinale. Weit verbreitet ist die Verwendung einer Sperrflüssigkeit, die leichter als Urin ist und sich nicht mit diesem vermischt. Weiterhin gibt es Urinale, die mit Flüssigkeits-durchlässigen Membranen arbeiten.

2-Mengen-Spültechnik: Der kleine, klare Unterschied…
Mit der 2-Mengen-Spültechnik können Sie Ihren Wasserverbrauch individuell einstellen. Sie haben die Wahl zwischen einer 6-Liter- und einer 3-Liter-Spülung. Während sich für das „große Geschäft“ eine Spülung mit 6 Liter Wasser anbietet, reichen beim „kleinen Geschäft“ bereits 3. Bei der 2-Mengen-Spültechnik haben Sie für jeden Fall die richtige Wassermenge parat. Zwei Hebel am Spülkasten sorgen für die richtige Dosierung. Ein Hebel gibt eine hohe, der andere die etwas niedrigere Menge ab.

3. Flach- und Tiefspüler – das Toiletten-ABC

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WC’s gibt es in je 2 Ausführungen: Als „wandhängende“ oder „bodenstehende“ Variante – Als Flach- oder Tiefspüler. Die durchschnittliche Sitzhöhe liegt zwischen 42 und 55cm. Bei Urinalen unterscheidet man zwischen wasserlosen und Absaug-Urinalen. Ihre Höhe orientiert sich an der Größe des Benutzers.

Das wandhängende WC
Bei dieser Variante hängt das WC an der Wand. Einen Kontakt zum Boden gibt es nicht. Der Vorteil dabei: Kein Schmutz sammelt sich um das WC und das Putzen fällt leichter. Wandhängende WC’s sind meist leichter als die bodenstehenden WC’s. Das erleichtert die Montage.

Das bodenstehende WC
Stand-WC’s werden am Boden befestigt. Der Abfluss verschwindet entweder in der Wand oder führt in den Boden. Diese WC’s werden immer dort eingesetzt, wo die bauliche Ausgangssituation keine andere Lösung zulässt. Denn ist die Dicke einer Rückwand nicht mindestens 11,5 cm, darf an diese Wand kein WC geschraubt werden.

Flachspüler
Beim Flachspüler-WC fällt das „kleine oder große Geschäft“ in eine flache, mit Wasser gefüllte Mulde. Der Spülstrom drückt es dann von der Fläche gegen die vordere Schüsselwand. Von hier gelangt es in den Siphon und von dort in die Kanalisation. Aus gesundheitstechnischen Gründen wird der Flachspüler vor allem in Krankenhäusern und Altersheimen eingesetzt.

Tiefspüler
Beim Tiefspüler-WC fällt das „kleine oder große Geschäft“ direkt in das Wasser des Geruchsverschlusses. Der Vorteil: Weniger Geruch entsteht. Zusätzlich sind Tiefspüler etwas leichter zu reinigen. Etwa 80 Prozent aller verkauften WC-Schüsseln sind Tiefspüler.

Wasserloses Urinal
Dieses Urinal funktioniert – wie der Name schon verrät – ohne Wasser. Zum Beispiel mit einem speziellen Siphon-Filter. Dieser Filter beinhaltet eine Sperrflüssigkeit. Da sie leichter ist als Wasser und sich nicht mit Wasser vermischt kann Urin durch die Sperrflüssigkeit abfließen. Der Filter verhindert dabei gleichzeitig, dass unangenehme Gerüche aus der Kanalisation entweichen. Vor allem im öffentlichen Bereich werden wasserlose Urinale eingesetzt.

Absaug-Urinale
Nach der Spülung sammelt sich bei Absaug-Urinalen das einlaufende Spülwasser im Siphon. Ab einer bestimmten Menge entsteht ein Sog und das Wasser wird komplett ausgetauscht.